News aus Baden-Württemberg
12 tote Schlittenhunde in Dobel: Polizei ermittelt

News aus Baden-Württemberg 12 tote Schlittenhunde in Dobel: Polizei ermittelt

Quelle: Lino Mirgeler
dpa

In Dobel im Landkreis Calw sollen einem Bericht der «Bild»-Zeitung zufolge zwölf Schlittenhunde getötet worden sein – nun ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Tierquälerei.

Die Tierkörper seien am Dienstag «auf einem Grundstück im nördlichen Landkreis Calw» ausgegraben worden, um die genaue Todesursache feststellen zu können, sagte ein Polizeisprecher. Es gehe dabei um einen Vorfall vom Juli. Was genau sich zugetragen haben soll, wer Anzeige erstattet hat und gegen wen sie sich richtet, wollte er aus polizeitaktischen Gründen nicht sagen.

Dem Zeitungsbericht zufolge sagte der Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine (VDSV) ein für Dezember in Dobel geplantes Schlittenhunderennen ab. Der Verband war zunächst nicht zu erreichen. Am 2. September hatte er aber auf seiner Facebook-Seite die Absage mitgeteilt und Stellung zu den Vorfällen genommen: Da die Tiere augenscheinlich vergiftet worden seien, könne die Sicherheit von Schlittenhunden im Rennort Dobel nicht gewährleistet werden, hieß es darin.

Laut dem Facebook-Post hatte eine Schlittenhunde-Besitzerin die Tiere gemeinsam mit weiteren Hunden nach Dobel gebracht, dort vorschriftsmäßig versorgt, auf dem Gelände herumlaufen lassen und für die Nacht wie immer in Boxen untergebracht. Am nächsten Morgen habe sie zwölf der insgesamt 26 Hunde tot vorgefunden.

Von den Ermittlungen der Polizei und der Absage des Rennens habe er erst aus der Presse erfahren, sagte der Bürgermeister von Dobel, Christoph Schaack. Eigentlich war das Rennen für das Wochenende des 11. und 12. Dezember geplant gewesen.

 

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