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Öffnungszeiten, Preise & Infos - Karlsruher Zoo
Zoo Karlsruhe – der Zoologische Stadtgarten

Öffnungszeiten, Preise & Infos - Karlsruher Zoo Zoo Karlsruhe – der Zoologische Stadtgarten

Quelle: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

Der Zoo in Karlsruhe ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Fächerstadt. Rund eine Million Menschen besuchen den Zoologischen Stadtgarten jährlich. Mit exotischen Tieren sowie einer Parklandschaft gilt er als grüne Oase in der Südweststadt.

Der Zoologische Stadtgarten – Info

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe ist eine Kombination aus Zoo und Garten. Er wurde 1865 eröffnet und zählt zu einem der ältesten Zoos in Deutschland. Das 22 Hektar große Gesamtareal gliedert sich in neun Hektar Zoofläche und 13 Hektar Stadtgarten. Es liegt im Norden in unmittelbarer Nähe des Karlsruher Kongresszentrums und grenzt im Süden an den Karlsruher Hauptbahnhof. Aktuell leben über 4.000 Tiere im Karlsruher Zoo. 1.170 Bäume und eine große Vielfalt an verschiedenen Blumen und Pflanzen gibt es im Stadtgarten zu entdecken. Seit 2016 verfolgt der Zoo einen Masterplan, zur Verbesserung und Modernisierung des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe.

 

Zoo Karlsruhe – Öffnungszeiten & Preise

Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe ist ganzjährig geöffnet. Die beiden Haupteingänge des Zoos befinden sich im Nord- und Südbereich des Areals und sind von November bis Februar von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr und von März bis Oktober bis 17:00 Uhr geöffnet. Über die Frühlings- und Sommermonate sind die Kassen von 08:30 Uhr bis 18:00 Uhr besetzt. Grundsätzlich ist ein Aufenthalt im Zoologischen Stadtgarten bis zur Dämmerung erlaubt. Allerdings schließen die Tierhäuser im Winter um 17:00 Uhr und im Sommer um 18:00 Uhr.

Öffnungszeiten – Zoo-Kassen

November bis Februar09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
März bis Oktober09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
April bis September08:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Eine Tageskarte für den Zoologischen Stadtgarten kostet 11,00 Euro für Erwachsene. Kinder von sechs bis 15 Jahren zahlen 5,00 Euro. Für Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte sowie Schüler und Studenten* kostet der Eintritt 9,00 Euro. Neben unterschiedlichen Gruppentarifen, können auch Jahreskarten erworben werden. Diese kosten für Erwachsene 42,00 Euro und für Kinder 20,00 Euro. Der ermäßigte Preis* beläuft sich auf 32,00 Euro.

Tarife – Zoo Karlsruhe

Tageskarte Erwachsene11,00 Euro
Tageskarte Kinder5,00 Euro
Tageskarte ermäßigt9,00 Euro
Jahreskarte Erwachsene42,00 Euro
Jahreskarte Kinder20,00 Euro
Jahreskarte ermäßigt32,00 Euro

 

Zoo Karlsruhe – Artenschutz-Euro

Seit Anfang 2019 sammelt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe an seinen Zoo-Kassen Spenden für weltwei­te Ar­ten­schutz­pro­jekte. 1,00 Euro wird von den erwach­se­nen ­Zoo-Be­su­chern zusätzlich zum regulären Eintritts­preis auf freiwil­li­ger Basis er­be­ten. Wer nicht zum Artenschutz beitragen möchte, kann sich aktiv gegen die kleine Spende entscheiden. Die Spenden-Einnahmen sollen die Pro­jekte der Arten­schutz­stif­tung Zoo Karlsruhe fördern und zielen be­son­ders auf den Erhalt und die Wieder­her­stel­lung der na­tür­li­chen Lebens­räume von Tieren in fernen Konti­nen­ten.

 

Zoobesuch – Anreise und Parken

Dank der Nähe zum Hauptbahnhof, ist das Erreichen des Zoologischen Stadtgartens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich. Die Straßenbahnlinien S1, S4, S11 und S41 stoppen an der Haltestelle Hauptbahnhof. Von hier aus ist der Zoo, in nur wenigen Gehminuten, erreichbar. Die Buslinie 10 fährt an das Kongresszentrum und damit direkt an den Nordeingang des Zoos. Eine Anreise mit dem Auto kann sowohl über die A5 (Ausfahrt über Karlsruhe-Durlach oder Karlsruhe Mitte), die A8 (Dreieck Karlsruhe, A5-Ausfahrt Karlsruhe Mitte) oder die Rheinbrücke und die Südtangente erfolgen. Die Beschilderung Zentrum – Hauptbahnhof/Kongresszentrum und das Zoo-Symbol, das einen Eisbären abbildet, leiten zum Zoologischen Stadtgarten. Parkplätze gibt es in der Tiefgarage des Kongresszentrums (über die Hermann-Billing-Straße) oder in der Tiefgarage hinter dem Hauptbahnhof.

 

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - Impressionen

 

Die Tiere im Karlsruher Zoo

Die Tiere im Zoo sind in 15 unterschiedlichen Tiererlebniswelten untergebracht. Sie gliedern sich in ein Affenhaus, die Afrikasavanne, die Bergwelt Himalaya, das Dickhäuterhaus, Eulenvolieren, das Exotenhaus, Bereiche für kleine Raubtiere und Kropfgazellen, den Lebensraum Wasser, die Nasenbärenanlage, den Oberwald, das Raubtierhaus, den Streichelzoo, die Tierwelt Australiens und die Vogelwelt.

Das Affenhaus – Schimpansen, Kattas & Co.

Im Affenhaus werden seit 1968 Menschenaffen (Schimpansen) und weitere afrikanische Affenarten gehalten. Das Freiluft-Klettergehege der Affen wurde 1995 eröffnet. Hier leben aktuell Schimpansen, Kattas, Geoffrey-Klammeraffen und Rotscheitelmangaben. Neben den Affen, nennen auch Stachelmäuse, Zwergmäuse, Sonnensittiche, Doppelgelbkopf- und Blaustirnamazonen das Affenhaus ihr Zuhause.

Die Afrikasavanne – Giraffen & Erdmännchen

Die Afrikasavanne wurde 2014 modernisiert. Die Anlage beinhaltet ein Straußenhaus, ein Wasservogelhaus, zwei Ställe, das Giraffenhaus sowie die Erdmännchenanlage und mehrere Gehege. Neben Netzgiraffen, Erdmännchen und dem Blauhalsstrauß, gehören der Afrikanische Marabu, die Elen- und Säbelantilopen, das Steppenzebra sowie das Watussi-Rind zum Ensemble der Afrikasavanne.

 

Die Giraffen im Karlsruher Zoo.

Die Giraffen im Karlsruher Zoo. | Quelle: Thomas Riedel

 

Der Lauterberg – Pandas, Eulen & Nasenbären

Rund um den Lauterberg sind fünf Themenerlebniswelten des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe beheimatet. Die Bergwelt Himalaya befindet sich seit 2011 am Südosthang des Lauterbergs. Die sich dort befindende Anlage der Schneeleoparden, gehört mit insgesamt 1.300 Quadratmetern, zu den ersten und aufwendigsten Elementen dieser Themenwelt. 2013 folgte der Einzug der Roten Pandas Akuti und Amod.

Die Eulenvolieren sind ebenfalls am Südhang des Lauterbergs. Heute leben der Brillenkautz, der Bartkautz sowie der Uhu hier. 2017 wurde die Voliere des Schneeeulen-Pärchens in die Nähe der Eisbärenanlage und der Schneeleoparden verlagert und zudem vergrößert. Auch der Bereich für kleine Raubtiere befindet sich am Lauterberg. Er wurde in den 1980er Jahren gebaut. Der Zwergotter die kleinste Otterart der Welt, und die afrikanische Zebramaguste gehören zu den Bewohnern.

Die Persischen Kropfgazellen leben ebenfalls am Lauterberg. Sie leben seit 1960 im Karlsruher Zoo. Dank einem, in Europa einzigartigen, Zuchtprogramms, könnte die Population der Kropfgazellen vergrößert werden. Während sich im Zoologischen Stadtgarten nämlich ausschließlich Weibchen mit Jungtieren befinden, leben die Böcke im Tierpark Oberwald. Zur Paarungszeit im Dezember und Januar wird ein Zuchtbock in den Karlsruher Zoo umgesiedelt und sorgt für Nachwuchs.

Eine weitere Tiererlebniswelt am Lauterberg wurde 2015 mit der Nasenbärenanlage eröffnet. Neun Nasenbären leben auf dem 450 Quadratmeter großen Außengelände, das zu den größten Anlagen seiner Art in Deutschland zählt. Das Domizil beinhaltet zudem einen 60 Quadratmeter großen Teich, in dem die Tiere schwimmen können.

 

Das Dickhäuterhaus – Elefanten & Flusspferde

1950 zogen in das Dickhäuterhaus die ersten Flusspferde ein. Wenige Jahre später folgten die vier asiatischen Elefanten Rani, Shanti, Nepal und Trulli. Mit dem Tierschutzprojekt Altersresidenz für Elefanten, bietet der Zoologische Stadtgarten älteren Elefanten ein Zuhause. Aktuell leben die Elefantendamen Nanda und Jenny in der Senioren-WG. Im Mai 2019 wurde die Außenanlage der Elefanten erweitert – so können nun auch die beiden Flusspferde Platsch und Kathy, das Areal nutzen. Bei den Schwergewichten leben außerdem auch Zwergflamingos.

 

Die Elefanten Nanda und Rani.

Die Elefanten Nanda und Rani. | Quelle: Stadt Karlsruhe

 

Das Raubkatzenhaus – Luchs, Löwe & Leopard

Schon in den 1920er Jahren wurden im Zoologischen Stadtgarten Raubkatzen gehalten. Seit 1986 besteht das Raubtierhaus, das 1997/1998 um ein Außengehege erweitert wurde. Aktuell leben die Raubkatzenarten Chinaleopard, Eurasischer Luchs, Löwe und Salzkatze hier. Zudem werden der Fennek, der Blaue Felsenleguan, Königspython, Kornnatter, Rosenkäfer und der Vietnamesische Moosfrosch im Raubtierhaus beherbergt.

 

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Leopard im Zoo Karlsruhe | Quelle: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

 

Das Exotenhaus – Affen, Fische & Reptilien

Zwischen 2012 und 2015 wurde das alte Karlsruher Tullabad von einem Hallenbad in ein Exotenhaus verwandelt. Mit rund 2.000 Tieren bietet das Exotenhaus eine große Vielfalt an Tieren. Darunter befinden sich beispielsweise Schildkröten, Fische, Reptilien, Fledermäuse, Vögel und Faultiere. Das Exotenhaus ist, nach dem Zoo Leipzig, das größte Haus dieser Art in einem deutschen Zoo.

 

Im Exotenhaus können sich viele Tiere frei bewegen.

Im Exotenhaus können sich viele Tiere frei bewegen. | Quelle: Thomas Riedel

 

Lebensraums Wasser – Pinguine, Eisbären & Co.

Eisbären, Humboldt- und Magellanpinguine, Kalifornische Seelöwen, Russische Störe und Seehunde sind die Bewohner des Lebensraums Wasser. In der im Jahr 2000 eröffneten Eisbärenanlage, lebten die drei Bären Vitus, Nika und Larissa. Durch mehrere Sichtfenster ist es möglich, die Tiere auch unter Wasser zu beobachten. Heute leben nur noch zwei Eisbären Nika und Kap im Zoo Karlsruhe, nachdem Larissa und Vitus des Zoo 2017 verließen. 2009 folgte eine neue Anlage für die Pinguine, Seehunde und Seelöwen.

 

Zwei Eisbären leben derzeit im Karlsruher Zoo.

Zwei Eisbären leben derzeit im Karlsruher Zoo. | Quelle: Stadt Karlsruhe

 

Der Streichelzoo – Alpaka bis Zwergschaf

Während bei vielen Zootieren das Anfassen untersagt ist, können im Streichelzoo des Zoologischen Stadtgartens die Tiere gerne berührt werden. Hier tummeln sich Afrikanische Zwergziegen, Alpakas, Bretonische Zwergschafe, Mangalitza-Schweine, Meerschweinchen, Shetlandponys, Sundheimer- und Zwergseidenhühner sowie Zwergesel.

 

Tiere hautnah im Streichelzoo erleben.

Tiere hautnah im Streichelzoo erleben. | Quelle: Thomas Riedel

 

Die Tierwelt Australiens – Känguru & Co.

Die Tierwelt Australiens hat ebenfalls Tradition in Karlsruhe. Bereits 1975 wurden hier Baumkängurus gehalten. 2017 wurde die Anlage neu gestaltet und vergrößert. Einen Teil der Anlage können Besucher seitdem sogar betreten und so ganz nah an die 15 Parma- und Bennettkängurus sowie Emus kommen. Außerdem gibt es eine große Naturvoliere für australische Vögel, wie die Inka-Kakadus, Lachende Hänse, Maskenkiebitze und Schildsittiche.

 

Die australischen Kängurus.

Die australischen Kängurus. | Quelle: Thomas Riedel

 

Die Vogelwelt – am und im Wasser

Zur Vogelwelt des Zoologischen Stadtgartens zählen sowohl Exoten als auch einheimische Arten. Viele haben sich am Schwanen- oder Ludwigsee angesiedelt – andere bevorzugen den Ententeich. Zu den Bewohnern zählen der Chileflamingo, der Blaue Pfau, der Textorweber, der Jungfern- und Saruskranich, Rosapelikane, die Hawaii-, Nil- und Hühnergänse, die Peposakaente, der Graureiher, der Weißstorch, das Teichhuhn, die Stockente und viele andere.

 

Tierpark Oberwald in Karlsruhe

Der Tierpark Oberwald wurde ursprünglich als Zuhause für einige ausquartierte Zootiere gedacht. Er wurde eröffnet, als für die Bundesgartenschau 1967 mehr Platz im Zoo benötigt wurde. Er ist eine der 15 Tiererlebniswelten des Zoologischen Stadtgartens und befindet sich im Naherholungsgebiet Oberwald, neben dem Dammerstock.

 

Im Tierpark Oberwald gibt es ebenfalls viel zu entdecken.

Im Tierpark Oberwald gibt es ebenfalls viel zu entdecken. | Quelle: Stadt Karlsruhe

 

Auf 16 Hektar leben hier Elche, Gämse, Hirschziegenantilopen, Marderhunde, Mesopotamische Damhirsche, Onager, die Persische Kropfgazelle, Przewalski-Pferde, Trampeltiere, der Waldkautz, der Vietnam Sikahirsch und das Wisent. Der Park ist kostenlos zugänglich.

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - Afrikasavanne

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - Streichelzoo

Der Stadtgarten in Karlsruhe

Die innerstädtische Parkanlage Stadtgarten besteht aus vielen thematischen Gärten wie dem Rosengarten, dem Japangarten, dem Garten Baden-Baden, dem Heckengarten und dem Saisongarten. Außerdem gibt es eine Blumenzwiebelwiese, einen Duft- und Tastgarten sowie einen Waldstaudengarten.

  • Rosengarten

Der Rosengarten wurde 1899 angelegt. Seine heutige Gestalt bekam der Garten mit der Bundesgartenschau. Er ist nach dem Fächergrundriss der Stadt angelegt und präsentiert über 170 Rosensorten. Im Juni besteht jeden Sonntag ab 10:30 Uhr die Möglichkeit an einer Rosenführung teilzunehmen.

  • Japangarten & Teehaus

1913 wurde erstmals eine Teilfläche des Stadtgartens als Japangarten angelegt. Karlsruhe erhielt über die Jahre Geschenke aus Japan, die den Garten heute schmücken. Dazu zählen ein Shintoschrein und eine zwölfstöckige Pagode. 1967 wurde der heutige Japangarten eingeweiht. Seit 2018 gibt es außerdem ein japanisches Teehaus.

 

Das japanische Teehaus.

Japanischer Flair im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. | Quelle: Thomas Riedel

 

  • Garten Baden-Baden

Der Garten Baden-Baden entstand ebenfalls im Zuge der Bundesgartenschau. Er befindet sich am Lauterberg und besteht aus drei Ebenen, die jeweils von Blumenbeeten eingefasst sind.

  • Heckengarten & Weißer Garten

1920 entstand, im Westen des Stadtgartengeländes, der heutige Heckengarten. Im nördlichen Teil des Gartens ist ein Rondell mit Beet- und Freiflächen, im Süden befindet sich der Weiße Garten. Er hat seinen Namen den weiß blühenden Stauden zu verdanken.

  • Saisongarten & Blumenzwiebelwiese

Im Saisongarten herrscht Abwechslung. Hier werden, wie der Name schon verrät, saisonal neue Blumen und Pflanzen angepflanzt. Die ursprüngliche Blumenzwiebelwiese im Norden des Areals, wurde 2008 neu angelegt und an eine bereits bestehende Blumenzwiebelwiese, in der Nähe des Waldstaudengartens, verlegt.

  • Waldstaudengarten

Der Waldstaudengarten entstand ebenfalls im Zuge der Bundesgartenschau und liegt nördlich der Karls-Birkmann-Brücke auf der Ostseite des Stadtgartensees. Hier befinden sich, neben Waldstauden, Steintische und Spielbretter auf dem Boden.

  • Duft- und Tastgarten

Auf 75 Metern Länge und in drei Boden- und elf Hochbeeten sind die Pflanzen des Duft- und Tastgartens gepflanzt. Rund 150 verschiedene Pflanzenarten gibt es hier zu erraten.

 

Der Duft- und Tastgarten.

Der Duft- und Tastgarten. | Quelle: Thomas Riedel

 

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - grüne Oase

 

Die Geschichte des Zoo Karlsruhe

Der Grundstein für den heutigen Karlsruher Zoo wurde, 150 Jahre nach der Gründung der Fächerstadt, im Jahr 1865 gelegt. Unter dem Titel Thiergarten gründeten die Karlsruher Bürger einen Geflügelzuchtverein im damaligen Sallenwäldchen. Der Verein besaß erste Tiergehege und Vogelvolieren. Sieben Jahre später folgte der Aushub des Stadtgartensees im Norden des Areals, das seitdem in städtischen Besitz überging. Der Lauterberg, wurde 1893 künstlich aufgeschüttet und diente als Wasserhochbehälter mit 32.000 Kubikmeter Wasser. Er versorgte die, weiter nach Süden wachsende, Stadt mit Wasser. Noch heute ist der Lauterberg mit 154 Metern die höchste Erhebung im Karlsruher Zentrum.

Seelöwen & Elefanten ziehen ein

Die ersten Seelöwen kamen im Jahr 1913 in die Fächerstadt. Nur ein Jahr später, mit Inbetriebnahme des Karlsruher Hauptbahnhofes, erhielt der Stadtgarten eine Geländevergrößerung. In den folgenden Jahren wurde mit dem Bau des Rosengartens und der ersten Japangärten in Deutschland begonnen. 1923 sorgte die Ankunft eines Königtigers aus Wien für Aufsehen in Karlsruhe. Wenige Monate später, kam der erste Elefant in der Fächerstadt an. Der Dickhäuter Molly war 37 Jahre lang Besuchermagnet und viele Fans trauerten, als sie 1941 starb. Zu dieser Zeit umfasste der Tierbestand des Zoos mehrere Raubkatzenarten, Bären, Seehunde, Seelöwen, Pinguine, Kamele, Zebras, ein Krokodil und viele Vogelarten.

Zweiter Weltkrieg & Wiederaufbau

Mit dem Zweiten Weltkrieg wurde die bisherige Entwicklung des Zoologischen Stadtgartens allerdings radikal gestoppt. Viele Tiere mussten aus Sicherheitsgründen in anderen Zoos untergebracht werden, andere fielen der Bombardierung zum Opfer. Neben den Tieren, wurden auch viele Gebäude, Gehege und Gärten zerstört. Etliche Bäume, Rasen- und Blumenflächen waren nur schwer zu retten. Doch der Wiederaufbau gelang und 1949 feierte der Zoologische Stadtgarten seine Neueröffnung. Über die Jahre folgte die weitere Aufstockung des Tierbestands mit Flusspferden und Elefanten. Diese Schwergewichte zogen 1955 in das neue Dickhäuterhaus. Die drei asiatischen Elefantenkühe Rani, Shanti und Nepal, entwickelten sich schnell zu Besucherlieblingen. 1960 folgte ein neues Raubtierhaus mit Leoparden, Panthern, Tigern und Jaguaren. Die Giraffen Gustav und Bine weihten 1963 das Giraffenhaus ein.

Großer Ausbau zur Bundesgartenschau

1967 fand die Bundesgartenschau im Stadtgarten statt. Für dieses Ereignis musste mehr Platz auf dem Areal geschaffen werden. Kurzerhand wurde der Tierpark Oberwald angelegt, um dort einige der Zootiere auszuquartieren. Außerdem wurde die Tiergartenbrücke gebaut, die Zoo und Stadtgarten endgültig verschmelzen ließ. Mit der Bundesgartenschau wurde auch die Gondoletta-Bootsfahrt auf dem Stadtgartensee eröffnet. Die Bundesgartenschau war ein großes Ereignis, zu dem rund sechs Millionen Menschen in die Fächerstadt kamen.

Ein Jahr später wurden im Affenhaus erstmals Menschenaffen gehalten. Noch heute kann man die Schimpansen des Karlsruher Zoos beim Klettern beobachten. In den 1980er Jahren wurde auf dem Lauterberg eine Anlage für kleine Raubtiere geschaffen. 1994 folgte eine neue Gemeinschaftshaltungsform für afrikanische Huf- und Vogelgruppen.

 

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Ein Papagei im Zoo Karlsruhe | Quelle: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

 

Neues Eisbärengehege & Brand

Als das neue Eisbärengehege im Jahr 2000 eröffnet wurde, zählte es zu den modernsten Anlagen in Europa. Aktuell leben auf der 1.900 Quadratmeter großen Anlage drei Eisbären. 2007 wurde die Bergwelt Himalaya am Lauterberg ausgebaut und die Schneeleoparden und der Rote Panda zogen ein. Der Lebensraum Wasser, eine Anlage für Seelöwen, Seehunde und Pinguine wurde zwei Jahre später fertiggestellt. 2010 sorgte ein Brand im Streichelzoo des Stadtgartens für erhebliche Schäden. Durch das Feuer kamen die Tiere des Streichelzoos ums Leben. Die Elefanten, die im angrenzenden Dickhäuterhaus leben, wurden verletzt. Für einen raschen Wiederaufbau, nur knapp ein Jahr später, waren insbesondere viele Spenden verantwortlich.

Tullabad wird Exotenhaus

Das denkmalgeschützte Tullabad wurde von 2012 bis 2015 in ein Exotenhaus umgewandelt. Es befinden sich rund 2.000 Tiere im Exotenhaus. Seit 2014 wird im Zoologischen Stadtgarten ein Entwicklungskonzept verfolgt, um den aktuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen des Säugetiergutachtens gerecht zu werden. Eines der nächsten Projekte dieses Konzeptes beinhaltet beispielsweise den Umbau und die Vergrößerung der Elefanten- und Nilpferdanlage und einen Asien-Bereich mit Orang-Utans und Tigern.

 

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - Exotenhaus

 

Die Gondoletta im Zoo Karlsruhe

Mit der Gondoletta können Besucher über den Stadtgarten- und Schwanensee schippern. Die kleinen Boote gibt es seit der Bundesgartenschau im Zoologischen Stadtgarten. Eine Fahrt kann sowohl an der Nord- als auch an der Süd-Kasse begonnen werden und dauert entweder 20 Minuten (kleine Rundfahrt) oder 40 Minuten (große Rundfahrt). Zwischen Oktober und März ist die Gondoletta eingestellt.

Alljährlich an Karfreitag eröffnet die Gondoletta-Saison und ist täglich von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Aufgrund der guten Wetterlage startet die Saison im Jahr 2019 allerdings bereits etwas früher und zwar schon am Samstag, den 6. April. Die Bootsfahrt ist nicht im regulären Eintrittspreis enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro (40 Minuten) beziehungsweise 3,00 Euro (kleine Rundfahrt). Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre bezahlen 2,50, beziehungsweise 2,00 Euro.

Öffnungszeiten – Gondoletta

April bis Septembertäglich
Oktober bis Märzgeschlossen

Tarife – Gondoletta

40 Minuten Erwachsene4,50 Euro
40 Minuten Kinder2,50 Euro
20 Minuten Erwachsene3,00 Euro
20 Minuten Kinder2,00 Euro

 

Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe - Gondoletta

 

Veranstaltungen im Zoo Karlsruhe

Neben unterschiedlichen Führungen durch Zoo- und Parklandschaft, veranstaltet der Zoologische Stadtgarten auch größere Veranstaltungen. Raum dafür bietet, die im Stadtgarten verankerte, Seebühne. Über die Frühlings- und Sommermonate wird hier ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Märchenstunden, Tierpräsentationen und Gottesdiensten geboten.

Ein weiteres Highlight ist das traditionelle Lichterfest. Es findet alle zwei Jahre im August statt. Hier erleuchten 25.000 Leuchtbecher, 5.000 Lampions und 21.000 Glühbirnen sowie verschiedene Figuren, Motive und Lichterketten. Ebenfalls empfehlenswert ist der Karlsruher Nacht-Zoo. Bei dieser Veranstaltung hat der Zoo bis 22:00 Uhr geöffnet.

 

Das Lichterfest im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

Das Lichterfest im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. | Quelle: Thomas Riedel

 

Essen und Trinken im Zoo Karlsruhe

Zum Gastronomie-Angebot des Zoos gehört das 2015 eröffnete Selbstbedienungsrestaurant EXO im Exotenhaus. Das Speiseangebot beinhaltet Pasta- und Wokgerichte sowie regionale Speisen nach badischer Tradition. Außerdem können die Gäste im EXO, durch eine Glaswand, die Tiere im Exotenhaus beobachten. Frisch gepresste Säfte, Smoothies, Fruchtcocktails und hausgemachte Limonaden gibt es in der Saftbar Mjam. Bei den Zoo-Terrassen wird dagegen auf Milch gesetzt.

Die Milchbar bietet eine abwechslungsreiche Vielfalt an Milchspezialitäten, wie selbst gemachtes Eis, Milchshakes, Quark & Co. Das Café Karle lädt in erster Linie zu Kaffeepausen ein, bietet aber auch eine große Auswahl an Speisen. Kleine Snacks und Getränke finden Besucher bei Wim’s Waffel und Kiosk Michel.

 

Standorte – Zoo Karlsruhe

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