Nachrichten B3 in Weingarten wird zur Sackgasse: Vollsperrung wegen Baumaßnahme
Das Regierungspräsidium Karlsruhe verlängert die bestehende Amphibienleiteinrichtung an der B3 im Bereich „Mittleres Aufeld“ bei Weingarten. Die Maßnahme diene dem Schutz der dort heimischen Amphibienpopulationen, die die Bundesstraße regelmäßig queren.
Für den Schutz wandernder Amphibien
Die Maßnahme dient dem Schutz der dort heimischen Amphibienpopulationen, die die Bundesstraße regelmäßig queren. Im Zuge der Baumaßnahme werden insgesamt rund 240 Meter Amphibienleiteinrichtung aus Betonfertigteilen neu errichtet.
Zusätzlich entstehen zwei neue Amphibiendurchlässe mit einer Länge von jeweils circa 13 bis 15 Metern. Ein bestehender alter Durchlass wird im Zuge der Arbeiten zurückgebaut. Die Maßnahme soll den Schutz wandernder Amphibien dauerhaft und wirkungsvoll verbessern, teilt das Regierungspräsidium mit.
Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 370.000 Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen.
B3-Vollsperrung: Bauablauf und Verkehr
Die Bauarbeiten beginnen am Donnerstag, 30. Juli 2026. Der voraussichtliche Abschluss der Maßnahme ist für Ende September 2026 vorgesehen.
Die Baumaßnahme wird unter Vollsperrung der B3 zwischen Grötzingen und Weingarten, kurz vor Weingarten, auf der Höhe des alten jüdischen Friedhofes, auf einer Länge von rund 300 Metern durchgeführt.
Der Verkehr wird wie folgt umgeleitet:
- Aus Karlsruhe Richtung Norden: Umleitung über die L558 und L560 bei Stutensee unter weiter auf der B 35 zurück auf die B3.
- Aus Weingarten: Umleitung über die L559 in Richtung Stutensee-Blankenloch.
- Aus Untergrombach: Umleitung über die K3501 in Richtung Büchenau und Staffort.
- Aus Bruchsal in Richtung Süden: Umleitung über die B35 und L558 in Richtung Büchenau und Staffort und weiter auf der L560 in Richtung Karlsruhe.
Die Wirtschaftswege entlang der B 3 dürfen nicht als Abkürzung genutzt werden. Sie stehen ausschließlich dem landwirtschaftlichen Verkehr zur Verfügung.

| Quelle: Melanie Hofheinz
Erklärung: Notwendigkeit der Vollsperrung
In dem rund 300 Meter langen Streckenabschnitt werden zwei Amphibiendurchlässe, die jeweils 2,40 Meter breit und 0,80 Meter hoch sind, welche die B 3 queren, neu hergestellt. Die Unterkante der Gründung der Amphibiendurchlässe liegt jedoch über drei Meter unterhalb der Asphaltoberkante.
Daher können die Arbeiten nur unter Vollsperrung ausgeführt werden, die somit in keinerlei Zusammenhang mit fehlenden Lagerflächen steht, wird erklärt.
Einer halbseitige Sperrung wurde verworfen, da sie eine erhebliche Erschwerung des Bauablaufs zur Folge gehabt hätte. Die Maßnahme hätte sich außerdem insgesamt erheblich verlängert und damit auch verteuert und hätte für die Verkehrsteilnehmenden aufgrund der Standzeiten an der dann notwendigen Ampel zu keiner Entlastung gegenüber der nun geplanten Vollsperrung geführt, heißt es in der Pressemeldung.