Nachrichten
Besondere Bodensee-Fahrt bei 36 Grad: So heiß war es auf dem „Erotikschiff“

Nachrichten Besondere Bodensee-Fahrt bei 36 Grad: So heiß war es auf dem „Erotikschiff“

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Latex, Leder und bis zu 36 Grad im Schatten: Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres legte das «Torture Ship» auf dem Bodensee ab. Mobile Duschen sollten für Abkühlung sorgen – mit Erfolg?

Bis zu 36 Grad an Land – und in Lack und Leder gefühlt noch mehr: Am Wochenende hat das ausverkaufte «Torture Ship» wieder auf dem Bodensee in Friedrichshafen abgelegt. Die Gäste mussten sich am Samstag auf tropische Temperaturen einstellen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte mit 36 Grad im Schatten gerechnet. In den teils sehr aufwendigen und engen Outfits dürften die Passagiere geschwitzt haben. «Es ist extrem heiß», sagte ein 60-jähriger Schweizer. Es sei trotzdem wunderbar.

Veranstalter Thomas Siegmund hatte besondere Vorkehrungen getroffen, um es den Passagieren angenehmer zu machen: «Ich habe mobile Duschen besorgt, damit die Leute ihren Kopf unter das Wasser halten können», sagte er. Ein paar Menschen hätten wegen der Hitze ihre Fahrkarten storniert. Die Warteliste sei aber so lang gewesen, dass es genug Nachrücker gegeben habe.

Am Sonntagmorgen sagte Siegmund auf Anfrage, dass es an Bord durch den Fahrtwind «überraschend angenehm» gewesen sei. Lediglich eine Person habe zwischenzeitlich etwas Probleme mit dem Kreislauf gehabt, hätte sich aber wieder stabilisiert.

Fetisch-Szene trifft sich jährlich auf dem See

Das Boarding startete am Abend bei den vorhergesagten rund 36 Grad. Schaulustige sahen sich das Treffen der deutschen und internationalen Fetisch-Szene am Hafen an, das jährlich stattfindet. «Für mich wäre das bei der Hitze nichts», sagte ein Mann. Das Schiff fährt nach Konstanz und wieder zurück. Auch dort sorgen die Passagiere regelmäßig für großes Aufsehen.

An Bord gibt es verschiedene Bars und Verkaufsstände. Ein Darkroom wurde schon vor Jahren untersagt. Sex steht auf dem Boot nicht im Vordergrund, wie Gäste und Veranstalter betonten.

Den Latex- und Leder-Dampfer gibt es schon seit 1997. Rund 450 Menschen waren laut Veranstalter an Bord. Ein Ticket kostete in diesem Jahr 78 Euro. Schon im vergangenen Jahr hatte das Schiff bei mehr als 30 Grad abgelegt.

 

Weitere Nachrichten

Kongress in Frankfurt: Longevity-Trend - Kann man Altern aufhalten?

In Frankfurt treffen sich ab Mittwoch rund 1.000 Altersmediziner und Altersforscher. Ein Thema des Kongresses ist die Suche nach dem ewigen Leben.

Los geht’s: Was man zum Cannstatter Volksfest wissen muss

Wann lohnt sich der Volksfest-Besuch auf dem Wasen am meisten? Tipps zu Familientagen, besonderen Öffnungszeiten und den besten Treffpunkten auf dem Festgelände.

Kirschernte in Baden-Württemberg fiel 2026 besonders üppig aus

Kirschen satt im Südwesten: Baden-Württemberg fährt eine deutlich überdurchschnittliche Ernte ein. Auch bei den Birnen fällt die Bilanz erfreulich aus.

Statistisches Landesamt: So entwickeln sich die Zahlen von Kindern in Kitas im Land

In den vergangenen Jahren haben Eltern oft verzweifelt einen Kita-Platz für ihr Kind gesucht - es gab zu wenige Plätze für zu viele Kinder. Doch die Zahlen entspannen sich etwas. Woran das liegt.

Protest in Autobranche - So lief der Aktionstag im Südwesten

Zehntausende Beschäftigte bei Autobauern und Zulieferern in Baden-Württemberg protestieren. Bei Mercedes in Sindelfingen fallen deutliche Worte. Und in Richtung Vorstand gibt es Pfiffe und Buhrufe.

Ungewöhnliche Aktion! Museen können sich bewerben: 1.500 Kunstwerke zu verschenken

Das passiert auch nicht alle Tage. Mehr als 1.500 Werke des verstorbenen Kunstsammlers Christoph Müller werden verschenkt. Öffentliche Museen können sich darum jetzt bewerben.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.