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Bodensee-Wasser auf niedrigstem Stand in diesem Jahr

Nachrichten Bodensee-Wasser auf niedrigstem Stand in diesem Jahr

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Der Bodensee hat so wenig Wasser wie nie zuvor in diesem Jahr. Am Pegel Konstanz wurden 275 Zentimeter gemessen. Was die Gründe sind und wie sich die Situation weiter entwickeln könnte.

Nach wochenlanger Trockenheit und Hitze hat der Wasserstand im Bodensee seinen niedrigsten Wert in diesem Jahr erreicht. Das sei normalerweise im Februar oder März der Fall, teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit. Die Gründe für die aktuelle Lage: Regen sei ausgeblieben und viel Wasser durch die anhaltende Hitze verdunstet. Zudem habe es im Winter zu wenig in den Alpen geschneit, deshalb fehle das Schmelzwasser aus den Bergen.

Schon seit Ende November 2025 sei es in Baden-Württemberg zu trocken. Weil es im alpinen Einzugsgebiet des Bodensees zu wenig geregnet oder geschneit habe, führten die Seezuflüsse, insbesondere der Alpenrhein, teils extremes Niedrigwasser. «Und das sehen wir jetzt auch am Bodensee deutlich», sagte LUBW-Präsident Ulrich Maurer.

Historisches Tief für den 13. August

Am Pegel Konstanz wurden laut LUBW am Donnerstag 275 Zentimeter gemessen. «Damit liegt der Wasserstand deutlich unter den jahreszeitlich üblichen Werten», hieß es. Es war zudem der niedrigste Wert, der je an einem 13. August gemessen wurde (Auswertezeitraum ab 1850).

Bislang war der niedrigste Wasserstand des Jahres am 9. Februar mit 276 Zentimetern gemessen worden. Ende Februar/Anfang März 1858 lag der Pegel laut LUBW über mehrere Tage bei 226 Zentimetern – das ist der niedrigste Wert der gesamten Messreihe seit 1850.

Experten erwarten weiteren Rückgang

Und auch der neue Tiefststand dürfte nicht von langer Dauer sein: Die LUBW rechnet mit einem weiteren Rückgang des Wasserstandes. An einem heißen Sommertag könne die Verdunstung aus dem Bodensee durchaus auf bis zu 30 Kubikmeter pro Sekunde steigen. «Das entspricht etwa dem Volumen eines Tanklastwagens pro Sekunde», teilte die LUBW mit. Normalerweise werde dieser Verlust durch die Zuflüsse zum Bodensee ausgeglichen – das sei in diesem Jahr nicht ausreichend der Fall.

 

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