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Deutlich mehr Grippefälle nach frühem Start in die Saison

Nachrichten Deutlich mehr Grippefälle nach frühem Start in die Saison

Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
dpa

Warum gibt es in diesem Winter so viele Grippefälle? Das Gesundheitsministerium hat eine Vermutung – Experten warnen vor Risiken für Ältere und Kranke.

Die Grippewelle rollte weiter über Baden-Württemberg – und die Zahlen steigen deutlich schneller als im vergangenen Jahr. Seit Anfang Dezember und bis zur ersten Januarwoche wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 6.526 bestätigte Grippefälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es demnach 1.451. Auch die Fallzahlen anderer Atemwegsinfektionen wie Corona nehmen demnach zu.

Nach Einschätzung des Ministeriums könnten die höheren Zahlen mit dem frühen Start der Grippesaison zu tun haben. «Zwar sind das über viermal mehr Influenzafälle als im vergangenen Jahr», sagte eine Sprecherin. «Jedoch begann die Influenzasaison 2025/26 auch deutlich früher als die Saison zuvor.» Das Robert-Koch-Institut (RKI) habe den Beginn der aktuellen Saison auf die 48. Kalenderwoche 2025 festgelegt, das war die letzte Novemberwoche und damit zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Jahren zuvor.

 

Stiko rät zur Impfung

Übertragen wird eine Grippe überwiegend über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen laut RKI durchschnittlich ein bis zwei Tage. Typisch für eine Influenza sind das plötzliche Erkranken sowie Fieber, Husten, Halsschmerzen und Kopfschmerzen.

Besonders gefährdet sind nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Säuglinge und Kleinkinder. Schwere Verläufe mit Krankenhausaufenthalt treffen vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, Personen über 60 Jahre sowie sehr kleine Kinder. Die Stiko rät vor allem älteren Menschen, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal zu einer Impfung. Bis sich der volle Impfschutz aufgebaut hat, dauert es aber 10 bis 14 Tage.

 

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