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E-Automarkt 2024: Die großen Verlierer heißen Tesla und Opel

News E-Automarkt 2024: Die großen Verlierer heißen Tesla und Opel

Quelle: Markus Scholz/dpa/Symbolbild
dpa

Der deutsche Elektroautomarkt ist vergangenes Jahr kräftig abgesackt. Einige Marken traf es besonders hart, darunter auch die des US-Milliardärs Elon Musk.

Im schwächelnden deutschen Elektroautomarkt mussten vergangenes Jahr vor allem Tesla und Opel Federn lassen. VW, BMW und Mercedes konnten dagegen deutlich Marktanteile hinzugewinnen, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat. Einzelne Hersteller – darunter BMW und Skoda – konnte sich sogar dem Abwärtstrend entgegenstemmen und zulegen.

Die Neuzulassungszahlen für rein batteriebetriebene Elektroautos (BEV) gingen in Deutschland 2024 um 27 Prozent auf knapp 381.000 zurück. Entscheidender Faktor war dabei wohl der Wegfall der staatlichen Kaufprämie.

Die größten Verlierer

Keine andere Marke hat bei den Stromern so stark an Absatz eingebüßt wie Tesla. Die Neuzulassungen sacken um gut 26.000 auf knapp 38.000 ab. Das entsprach einem Marktanteil von 9,9 Prozent. Dadurch rutschte die Firma von Elon Musk vom zweiten auf den dritten Platz im deutschen BEV-Markt ab. Noch 2022 hatte sie an der Spitze gestanden. Experten erklärten die Schwäche des Autobauers zuletzt unter anderem mit einem Imageproblem, das auch auf Mehrheitseigner Musk und dessen politisches Engagement zurückgeht. Musk unterstützt den künftigen US-Präsidenten Donald Trump

Auch Opel ließ kräftig Federn: von knapp 28.000 auf weniger als 8.000 Stromer und einen Marktanteil von nur noch 2,0 Prozent. Das Unternehmen erklärte den Einbruch auf Anfrage damit, dass Kleinwagen wie der Corsa Electric viel stärker unter dem abrupten Förderstopp gelitten hätten als teure Modelle, die schon zuvor nicht förderfähig waren. Zudem war das SUV Grandland bis zu einem Modellwechsel nicht als Batterie-Version erhältlich. Auch Fiat und Hyundai büßten fünfstellig ein.

Die Gewinner

Einige Marken konnten sich gegen den Abwärtstrend stemmen, unter anderem BMW. Die Münchner steigerten die BEV-Neuzulassungen um gut 1600 auf mehr als 40.000. Das reichte, um Tesla Platz zwei abzunehmen und schraubte den Marktanteil um 4,1 Punkte auf 11,1 nach oben. BMW hat sich in Sachen Elektroautos zuletzt auch international besser entwickelt als seine deutschen Konkurrenten.

Skoda, Seat, Volvo oder Porsche konnten ihre Neuzulassungen und Marktanteile ebenfalls teils deutlich steigern. Den größten Zuwachs erreichte Volvo mit gut 5000 BEVs, allerdings mit insgesamt weniger als 14.000 Autos auf niedrigem Niveau.

Und die anderen großen deutschen Hersteller?

Hier ist das Bild gemischt. VW kann seinen Marktanteil deutlich von 13,5 auf 16,3 Prozent steigern und seine Spitzenposition festigen. Die Neuzulassungen sinken allerdings um 8.500 auf 62.000. Weil der Gesamtmarkt stärker schrumpft, steigt der Anteil dennoch. Ähnlich ergeht es der Nummer vier, Mercedes. Der Marktanteil steigt von 7 auf 8,9 Prozent, obwohl die Neuzulassungen um 2.700 auf 34.000 sinken.

Konkurrent Audi wiederum verschlechtert sich deutlich um 8.800 auf 22.000 Neuzulassungen. Das lässt auch den Marktanteil minimal auf 5,7 Prozent sinken, wodurch die Ingolstädter auf Rang sechs und hinter die Konzernschwester Skoda zurückfallen, die sich auf 6,6 Prozent verbessert.

Für den VW-Konzern insgesamt ist das Bild damit ebenfalls gemischt: Der Marktanteil steigt zwar um 7,2 Punkte auf 35,4 Prozent. Die Neuzulassungen geben in Summe aber um 13.000 auf 135.000 nach.

 

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