News
Einsätze in der Silvesternacht: Polizeibilanz für den Stadt- & Landkreis Karlsruhe

News Einsätze in der Silvesternacht: Polizeibilanz für den Stadt- & Landkreis Karlsruhe

Quelle: Melanie Hofheinz

Der Jahreswechsel in Karlsruhe lief unauffällig: Die eingerichteten Feuerwerksverbotszonen wurden von der Bevölkerung bis auf wenige Einzelfälle eingehalten. Das Einsatzgeschehen hielt sich in einem gut beherrschbaren Rahmen, teilt die Polizei mit.

Feuerwerkskörper, Schreckschusswaffen, Verletzungen

Im Bereich der Karlsruher Innenstadt hielten sich auf den öffentlichen Plätzen in der Silvesternacht rund 3.000 Personen auf, die Feuerwerkskörper abbrannten. Die Polizei zeigte insbesondere in der Zeit um Mitternacht mit einem erhöhten Kräfteansatz eine starke Präsenz im Innenstadtbereich und schritt bei sich anbahnenden Auseinandersetzungen konsequent ein.

Größere Schlägereien konnten so verhindert werden, informiert die Polizei. Im Verlauf der Nacht kam es gleichwohl zu einzelnen kleineren Körperverletzungsdelikten im gesamten Präsidiumsbereich.

Auch außerhalb der Karlsruher Innenstadt zündeten einzelne Personen Feuerwerk unsachgemäß. In einzelnen Fällen beschossen sich Personengruppen gegenseitig mit Feuerwerkskörpern. Schwerere Verletzungen wurden der Polizei hierbei nicht bekannt. Zudem stellten Einsatzkräfte im Laufe der Nacht mehrere verbotswidrig geführte Schreckschusswaffen sicher.

 

Feuerwehr und Rettungsdienste waren stark gefordert

Neben der polizeilichen Einsatzbewältigung waren Feuerwehr und Rettungsdienste stark gefordert. Die Polizei registrierte zahlreiche Brände an Mülleimern, Altkleidercontainern, Buschwerk, Grünflächen und vereinzelt Bäumen, die nach bisherigen Erkenntnissen auf Feuerwerkskörper zurückzuführen sind.

Zu den schwerwiegenderen Ereignissen zählte ein Brand in Graben-Neudorf in der Nagoldstraße. Hier geriet eine Garage in Brand und das Feuer griff in der Folge auf ein Wohnhaus über. Eine Bewohnerin erlitt leichte Verbrennungen am Kopf und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. E

in in der Garage abgestelltes Fahrzeug brannte vollständig aus. Das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Ermittlungen wurden vom Kriminaldauerdienst übernommen.

In Karlsbad-Langensteinbach setzte ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper einen Balkonbereich in Brand. Eine Sitzgruppe geriet hierbei in Brand, zudem zog Rauch in die Wohnung. Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. Der Sachschaden wird auf circa 10.000 Euro geschätzt.

 

Mit Rakete beschossen & Zigarettenautomaten gesprengt

Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt wurde aus einer Gruppe Jugendlicher heraus mit einer Rakete beschossen. Ein Tatverdächtiger konnte im weiteren Verlauf identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

In Karlsruhe-Durlach sprengten Unbekannte gegen 03.30 Uhr einen Zigarettenautomaten und zerstörten diesen vollständig. Ob hierbei Feuerwerkskörper oder ein anderes Sprengmittel verwendet wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu der Sprengung des Zigarettenautomaten in Karlsruhe-Durlach geben können, sich bei der Kriminalpolizei unter 0721 666-5555 zu melden.

 

Weitere Nachrichten

Messbar dank neuer Technik: Tierpark Oberwald zählt seit Jahresbeginn 100.000 Gäste

Der Tierpark Oberwald in Karlsruhe zählt seit Beginn des Jahres 2026 rund 100.000 Besucher/-innen. Damit liegt die Gästeanzahl schon jetzt bei mehr als dem Dreifachen des früheren Schätzwerts von rund 30.000 Besuchen pro Jahr, teilt die Stadt mit.

Für mehr Automatisierung: Betriebshof West in Karlsruhe wird Entwicklungs- &Testfeld

In Karlsruhe sollen sich Bahnen selbstständig auf dem Betriebshof bewegen, abgestellt und für ihren nächsten Einsatz bereitgestellt werden können. Hierfür ist ein Entwicklungs- und Testfeld im Betriebshof West geplant, teilen die Verkehrsbetriebe mit.

Neues Fassadengemälde am Oststadtkreisel soll Karlsruhes Energiewende sichtbar machen

Ein Fassadenkunstwerk am Oststadtkreisel soll den Ausbau der Karlsruher Energieinfrastruktur in ein sichtbares Bild übersetzen. Menschen unterschiedlicher Generationen reichen einander farbige Bausteine und fügen sie zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen.

Redaktionstipp

Herbst-Events: Diese Veranstaltungen warten im Karlsruher Oktober

Im Oktober steht der Tierschutz in Karlsruhe im Fokus: Gleich mehrere Events finden hierzu statt. Aber auch das traditionelle Stadtfest sowie die Herbstmess' laden im Oktober zum Feiern ein. meinKA hat eine Auswahl der Veranstaltungen im Überblick.

KIT nimmt neuen 17-Millionen-Euro-Supercomputer in Betrieb

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat den Hochleistungsrechner HoreKa 2 in Betrieb genommen. Er hilft bei einer schnellen Bearbeitung komplexer, wissenschaftlicher Fragen zu Klima, Materialien, Teilchenphysik, Energie und Mobilität sowie KI.

Im Oktober: ZKM plant zweiwöchige Marsmission auf dem Karlsruher Marktplatz

Vom 15. bis zum 27. Oktober 2026 wird der Karlsruher Marktplatz zum "interstellaren Versuchslabor": Unter einer Kuppel namens „Red Dust City” werden drei Personen auf 75 Quadratmetern ein Leben auf dem roten Planeten simulieren, kündigt das ZKM an.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.