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Gefährliche Raupen an Bäumen – das rät eine Expertin

News Gefährliche Raupen an Bäumen – das rät eine Expertin

Quelle: Philipp Schulze/dpa/dpa-tmn
dpa

Winzige Brennhaare, große Wirkung: Der Eichenprozessionsspinner sorgt für Hautreizungen – sogar ohne direkten Kontakt mit einem Tier. Eine Expertin gibt Tipps.

Sie sind klein und unscheinbar – können den Frühling aber unangenehm machen. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen vor allem an Eichen leben und sich in langen Prozessionen – daher der Name – an den Ästen entlangbewegen. Gefährlich sind sie für Mensch und Tier wegen ihrer Brennhaare, die Hautreizungen oder im schlimmsten Fall allergische Schocks auslösen können.

In diesem Jahr wieder stärkere Verbreitung

Im Südwesten breitet sich der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr voraussichtlich wieder stärker aus als in den vorigen Jahren, sagte Lea Dieckmann von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Im gesamten Bundesland können die Raupen an Bäumen vorkommen – besonders betroffen sei jedoch die Ostalb.

Die gefährliche Phase ist Dieckmann zufolge zwischen Mai und Juli. Die Raupen schlüpfen etwa Mitte April und bilden zwei bis drei Wochen danach die Brennhaare aus. Diese winzigen Haare können bei Menschen zu Hautreizungen, Rötungen, Juckreiz und Quaddeln führen – selbst dann, wenn man die Raupen gar nicht direkt berührt, da die Haare vom Wind verteilt werden können. In seltenen Fällen sind allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock möglich.

 

Was tun bei Kontakt?

Wenn man auf die Raupen oder ein Nest trifft, rät Dieckmann: «Abstand halten, nicht anfassen, und im Idealfall meldet man es der Stadt oder der unteren Forstbehörde.» Wer mit den Brennhaaren in Berührung gekommen ist, sollte die betroffenen Stellen sofort mit klarem Wasser abspülen und kühlen – und möglichst nicht kratzen oder reiben. Kleidung, die in Kontakt mit Brennhaaren gekommen ist, sollte bei 60 Grad gewaschen werden. Auch sollte man gründlich duschen und Haare waschen.

Laut Dieckmann muss man nicht bei jeder Hautreizung zum Arzt. «Wenn man gesundheitliche Beschwerden hat, die länger anhaltend sind, sollte man zur Sicherheit die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen.» Auch Haustiere können betroffen sein. Vor allem an unbehaarten Stellen und Schleimhäuten können sich Schwellungen und Quaddeln bilden. Nach dem Raupenstadium verpuppen sich die Tiere und werden zu Schmetterlingen – die ungefährlich sind.

 

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