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Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Nachrichten Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Quelle: Jason Tschepljakow/dpa
dpa

Für viele gehört Weihnachten zum Höhepunkt des Jahres – für Kim und Wolfram König ist es Halloween. Monate investieren sie in ihr Gruselhaus. Dieses Jahr entführen sie Besucher nach Mexiko.

Seit Mitte August wird gebaut, dekoriert und an den letzten Details gefeilt – denn wenn es nach dieser Familie aus dem oberschwäbischen Biberach geht, kann Halloween gar nicht groß genug sein. Weihnachten spielt da nur die zweite Geige. Jedes Jahr verwandeln die Königs ihr Grundstück in eine andere Halloween-Welt, die Tausende Besucher anlockt. Diesmal geht es nach Mexiko: Im Mittelpunkt steht der «Día de los Muertos», der farbenfrohe Tag der Toten.

 

Eine Totenwelt mit viel Liebe zum Detail

«Bei uns dreht sich das ganze Jahr um Halloween», erzählt Ehefrau Kim König. An Halloween komme die ganze Familie zusammen und baue groß auf. Die Weihnachtsdeko falle da deutlich kleiner aus.

Ihr Mann liebe es, Welten zu erschaffen und Kulissen zu bauen. Sie selbst habe mit Horrorfilmen wenig am Hut, unterstütze ihn aber bei seinem Hobby. «Der Horror-Fan bei uns in der Familie ist definitiv er.»

Anders als in klassischen Gruselhäusern mit vielen Schreckmomenten soll das Publikum hier vor allem in eine andere Welt eintauchen. «Der Besucher muss sich so fühlen, als wäre er in Mexiko», sagt Initiator Wolfram König. Gruselig dürfte der Besuch trotzdem sein.

Besonders stolz sei er in diesem Jahr auf den Weg des Todes mit Schwarzlicht- und holografischen Effekten. Der «Día de los Muertos» erinnert an Verstorbene, die der Tradition zufolge an diesem Tag zu ihren Familien zurückkehren. Er wird rund um den 1. November gefeiert.

 

30 Helfer für das Gruselhaus

Normalerweise beginnt die Familie Ende Juni mit dem Aufbau, in diesem Jahr ging es aus Zeitgründen erst Mitte August los. «Es ist sehr zeitaufwendig», sagt Kim König. Damit das Haus öffnen könne, würden inzwischen zahlreiche Angehörige und Freunde mithelfen. An einem Abend seien rund 30 Helfer vor und hinter den Kulissen nötig. Ohne diese Unterstützung sei das Projekt bei jährlich fast 10.000 Besuchern kaum noch zu stemmen.

Zahlen müssen Besucher für den Einlass nichts. Die Familie sammelt aber Spenden für eine Kinderhilfsorganisation.

Das Schönste sei, wenn die Menschen begeistert wieder hinausgingen, sagt Kim König. «Die Kinder sind alle begeistert, die Erwachsenen sind begeistert und wir kriegen eigentlich nur positive Rückmeldungen.» Auch der Hausherr freut sich besonders über die Reaktionen der jüngsten Besucher. «Wenn die Kinder sich freuen, das ist für mich das Wichtigste.»

 

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