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Halbjahresbilanz: Schmuck- und Uhrenbranche ächzt unter hohem Goldpreis

News Halbjahresbilanz: Schmuck- und Uhrenbranche ächzt unter hohem Goldpreis

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Goldige Zeiten sind es für die Schmuck- und Uhrenindustrie nicht. Zwar steht vor manchen Kennzahlen in der Halbjahresbilanz ein Plus. Doch die Branche erklärt, was man dabei berücksichtigen muss.

Der hohe Goldpreis, die anhaltende Inflation und die bescheidene Kauflaune der Menschen machen der Schmuck- und Uhrenindustrie zu schaffen. Für das zweite Halbjahr 2024 geht der Bundesverband Schmuck-, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) von einem weiteren Rückgang in allen Bereichen aus.

«Die Welt steckt fest in politischen Krisen und Kriegen, bevorstehenden Wahlen in den USA und auch in Deutschland im nächsten Jahr», sagte Verbandsgeschäftsführer Guido Grohmann laut Mitteilung. «Gerade bei den politischen Krisenherden sehen wir seit Monaten keinerlei Bewegung und keine Zeichen für Verbesserung. Das wird auch im zweiten Halbjahr die Stimmung der Branche, das Konsumverhalten der Verbraucher und die gesamte Wirtschaft belasten.» Hieran müssten sich die Unternehmen anpassen.

Stimmung in der Branche deutlich verschlechtert

Die Exporte der Schmuckindustrie lagen mit 1,423 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2024 den Angaben zufolge um 1,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Import sei um 3,4 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro gestiegen. Im Uhrensegment habe es vor allem dank des Exports fertiger Produkte ein Plus von 4,9 Prozent auf 846,8 Millionen Euro gegeben, während der Import um 5,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro geschrumpft sei.

Für den Schmuck- und Uhreneinzelhandel lägen bisher nur Zahlen bis April vor, die «eher das Bild einer Achterbahnfahrt als das eines kontinuierlichen Trends» zeichneten, hieß es. Seit dem Ende der Frühjahrsmessen halte sich der Handel beim Wareneinkauf deutlich zurück.

Inflations- und goldpreisbereinigt verzeichne die Branche ein deutliches Minus in allen Bereichen, teilte der BVSU mit. «Um mit den beiden starken Vorjahren 2022 und 2023 mithalten zu können, müssten insbesondere die Exporte einen deutlichen größeren Zuwachs in Euro zeigen.» Die Mitgliedsunternehmen seien nahezu ausnahmslos in Sorge um die wirtschaftliche Zukunft, die Stimmung in der Branche habe sich deutlich verschlechtert.

 

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