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Jägerschaft in Baden-Württemberg wird wieder größer

News Jägerschaft in Baden-Württemberg wird wieder größer

Quelle: Philipp Schulze/dpa
dpa

Es wird wieder beliebter, auf die Pirsch zu gehen. Die Zahl der Jäger nimmt zu. Woran das liegen könnte, verraten die Experten.

In Baden-Württemberg machen sich wieder mehr Menschen auf die Jagd. Gingen die Zahlen der Jagdschein-Besitzer im Südwesten im vergangenen Jahr noch zurück, so legten sie zuletzt wieder zu, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) mitteilte. Nach seinen Angaben besitzen 51.388 Menschen im Südwesten eine Erlaubnis zum Jagen (Stand 26.11.2024), das sind fast 2.300 mehr als im Jahr zuvor.

Es gebe viele Gründe, warum immer mehr Menschen die Jägerprüfung ablegten, sagte Julia Döttling vom baden-württembergischen DJV. «Naturerlebnis, Naturschutz, nachhaltige Ernährung sowie der Wunsch, sich selbst mit Wildbret zu versorgen, stehen dabei häufig im Vordergrund.»

Auch deutschlandweit erfreut sich die Jägerschaft eines wachsenden Zulaufs. Laut DJV haben so viele Menschen einen Jagdschein wie noch nie. 460.711 Jägerinnen und Jäger seien hierzulande aktiv – ein neuer Rekord, wie der Jagdverband anlässlich der Publikumsmesse «Jagd und Hund» mitteilte. Sie findet kommende Woche in Dortmund (28.1. bis 2.2.) statt. Die nach Veranstalterangaben größte Jagdmesse Europas zieht jährlich Zehntausende Jagdbegeisterte an.

Die deutsche Jägerschaft sei innerhalb der vergangenen 30 Jahre um mehr als ein Drittel gewachsen, so der Jagdverband. Der Anteil der Jägerinnen liegt weiter bei rund 11 Prozent. Statistisch gesehen kommen inzwischen 5,5 Jägerinnen und Jäger auf 1.000 Einwohner.

 

Baden-Württembergs Jägerschaft noch vergleichsweise klein

Die höchste Jägerdichte findet sich in Mecklenburg-Vorpommern: Hier kommen 10 Jäger auf 1.000 Einwohner. Baden-Württemberg liegt mit 5 Jägern pro 1.000 Einwohner auf einem der hinteren Plätze.

Die meisten Menschen üben die Jagd den Angaben zufolge ehrenamtlich aus. Für einen Jagdschein muss eine staatliche Prüfung bestanden werden. Darin geht es dem Jagdverband zufolge zum Beispiel um Artenschutz, Prävention von Tierseuchen und Wildschäden sowie Hilfe bei Wildunfällen. Knapp ein Viertel fällt nach Angaben des Jagdverbandes beim ersten Anlauf durch.

 

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