Heinrich-Wetzlar-Haus
Jugendeinrichtung Schloss Stutensee: Spatenstich für Neubau

Heinrich-Wetzlar-Haus Jugendeinrichtung Schloss Stutensee: Spatenstich für Neubau

Quelle: Landratsamt Karlsruhe

Vor 37 Jahren startete das Heinrich-Wetzlar-Haus in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee als Pilotprojekt. Nun soll der Neubau des Gebäudes erfolgen – dieses dient vielen jungen Männern oftmals als letzte Brücke vor einer eventuellen Haftstrafe.

Heinrich-Wetzlar-Haus in der Jugendeinrichtung

Das Heinrich-Wetzlar-Haus in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee wurde vor 37 Jahren als Pilotprojekt mit dem Justizministerium Baden-Württemberg ins Leben gerufen, um straffällig gewordene Jugendlichen bis zur Hauptverhandlung intensiv zu betreuen. Den jungen Männern zwischen 14 und 17 Jahren soll hier die einmalige Chance geboten werden, ihr Leben neu auszurichten.

„Das Gebäude Heinrich-Wetzlar-Haus ist in die Jahre gekommen, das Angebot jedoch so stark nachgefragt wie eh und je. Eine neue Unterbringung war zwingend erforderlich, um das Angebot weiterführen zu können und es konzeptionell wie auch räumlich neu aufzustellen“, erklärte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel im Rahmen des Spatenstichs, am Freitag, 30. Juli 2021.

 

Hohe Auslastung vor Ort – neues Gebäude nötig

Zwischen der Jugendeinrichtung, dem Landkreis Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg als Träger dieser bundesweit anerkannten Institution zur Vermeidung von Untersuchungshaft bestand Einigkeit, das Angebot weiterzuführen.

Eine Auslastung von 95 Prozent der insgesamt 14 zur Verfügung stehenden Plätze lässt nach Ansicht der Beteiligten überhaupt keinen anderen Schluss zu. Damit dieses erfolgreiche Angebot weiterhin langfristig in der Jugendeinrichtung Bestand haben kann, erhält es ein neues Gebäude, das in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Architekturbüro Roger Strauß realisiert wird.

 

„Letzte Brücke vor einer eventuellen Haftstrafe“

„Der Neubau des Heinrich-Wetzlar-Hauses dient den jungen Männern als letzte Brücke vor einer eventuellen Haftstrafe“, veranschaulichte Geschäftsführer Jens Brandt. „85 Prozent unserer Jugendlichen erhalten in der Gerichtsverhandlung eine Bewährungsstrafe, was den Erfolg der Einrichtung deutlich macht“, so Brandt weiter.

Zum Abschluss dankten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Geschäftsführer Jens Brandt Justizministerin Marion Gentges für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihrem Ministerium und das Bekenntnis zum Heinrich-Wetzlar-Haus sowie der Stadt Stutensee, die durch Bürgermeister Edgar Geißler vertreten war, für die umfassende Unterstützung in den zurückliegenden Jahren. Ihr Dank galt auch den Mitarbeitern der gesamten Jugendeinrichtung Schloss Stutensee, für deren wertvolle Arbeit, geht aus der Pressemeldung hervor.

 

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