News Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus
In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg – und haben klare Ziele für 2030.
Bei der Umstellung von Bussen mit Dieselantrieb auf elektrische Alternativen sind drei Städte aus Baden-Württemberg in einem deutschlandweiten Vergleich an der Spitze. In Mannheim wurden zum Jahreswechsel 60,6 Prozent der Busflotte elektrisch betrieben, wie aus einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
Es folgen Freiburg (51,7 Prozent) und Karlsruhe (51,6 Prozent). Alle drei Städte wollen zudem bis 2030 nur Elektrobusse auf die Straße bringen, soweit Neubeschaffungen geplant sind.
Als einzige Kommunen in der DUH-Auswertung gelten sie mit den Werten als Vorreiter. In vielen der 39 größten deutschen Städte dominieren demzufolge weiter Busse mit Dieselantrieb das Stadtbild. Reine Dieselantriebe machten 70 Prozent aus. Wenn man sogenannte Mildhybride einrechnet, bei denen ein E-Motor den Verbrenner unterstützt, ergibt sich sogar eine Quote von 77 Prozent.
Elektrobusse verursachen nach einer Untersuchung der gemeinnützigen Organisation International Council on Clean Transportation aus dem Jahr 2023 erheblich weniger Treibhausgase als Busse mit Dieselantrieb. In der Herstellung der Fahrzeuge entstünden zwar im Vergleich höhere Emissionen, dies werde über die Lebensdauer aber mehr als ausgeglichen. Je höher der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne, desto besser falle die Bilanz aus. Zudem seien Elektrobusse besser für die Luftqualität vor Ort.