Nachrichten
Land will Rauchverbot auch auf E-Zigaretten ausweiten

Nachrichten Land will Rauchverbot auch auf E-Zigaretten ausweiten

Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-tm
dpa

Rauchen auf dem Spielplatz oder an der Haltestelle? Damit könnte bald Schluss sein. Das Land plant strengere Regeln – auch für Shishas und Vapes. Was ändert sich konkret?

Raucherinnen und Raucher in Baden-Württemberg müssen sich auf strengere Regeln einstellen. Das Land plant mit einem neuen Gesetz weitere Maßnahmen zum Nichtraucherschutz, die das Kabinett in der kommenden Woche auf den Weg bringen soll. Mit den neuen Regeln sollen vor allem Kinder und Jugendliche vor dem Passivrauchen besser geschützt werden. Zuvor hatte der SWR über die Pläne berichtet.

Mit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz soll das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Krankenhäusern und Jugendhäusern auch auf E-Zigaretten, Shishas und sogenannte Vapes, also elektrische Einweg-Zigaretten, ausgeweitet werden. Das geht aus der Vorlage für das Kabinett hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Als Grund wird in der Vorlage genannt, dass beim Verbrennen, Verdampfen und Erhitzen potenziell gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden.

Keine Qualm mehr auf Spielplätzen und an Haltestellen

Zudem soll künftig auf Kinderspielplätzen, an Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie in Spielbanken und Spielhallen nicht mehr geraucht werden dürfen. In Schulen und Behörden darf es nach Willen der Landesregierung künftig keine Raucherzonen oder Raucherzimmer mehr geben.

Die Ausnahmeregeln, die das bisherige Gesetz für Kneipen und Gaststätten vorsieht, sollen demnach nicht verändert werden. In Gaststätte ist das Rauchen zwar bislang grundsätzlich verboten, es gibt aber Ausnahmen für Festzelte und Außenbereiche. Außerdem ist das Rauchen in kleinen Ein-Raum-Kneipen erlaubt, sofern dort kein warmes Essen serviert wird. In größeren Gaststätten und Discos darf zudem in abgetrennten Raucherräumen gequalmt werden.

Mit neuen Regeln zum Nichtraucherschutz soll sich auch ein Forum aus rund 50 Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürgern beschäftigen, die Empfehlungen erarbeiten sollen. Ein solches Bürgerforum hatte es unter anderem auch zur Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium gegeben.

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.

Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

600 Angestellte ohne Januar-Gehalt und rund 1.300 betroffene Kinder - zwei Karlsruher Kita-Träger melden Insolvenz an. Der Betrieb läuft weiter. Was nun geplant ist.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.