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Luchs „Kandelino“ im Hochschwarzwald heimisch

Nachrichten Luchs „Kandelino“ im Hochschwarzwald heimisch

Quelle: Lando Hass/dpa

Zuletzt streiften sechs Luchse durch den Südwesten. Nun hat sich ein weiteres Tier hinzugesellt: «Kandelino», wie ihn Förster getauft haben, streift durch den Hochschwarzwald.

Im Hochschwarzwald ist nach Angaben von ForstBW ein weiterer Luchs heimisch geworden: «Kandelino», wie ihn die Förster getauft haben, wird seit mindestens einem Jahr in der Region gesichtet, wie der für den Forstbezirk Hochschwarzwald zuständige Förster Hans-Ulrich Hayn bestätigte. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» berichtet. ForstBW bewirtschaftet am Berg Kandel eine Waldfläche von rund 1.000 Hektar, die «Kandelino» laut einer Mitteilung zu seinem bevorzugten Aufenthaltsgebiet ausgewählt hat.

Zuletzt waren laut Forstwirtschaftlicher Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) sechs Luchse im Land heimisch. Ob damit aktuell sieben der Wildkatzen im Südwesten ansässig sind, war allerdings zunächst unklar.

Markiert ist «Kandelino» bisher nicht

Wo der männliche Luchs «Kandelino» herkommt, wie schwer und wie alt er ist, können die Förster nicht sagen. Das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen B3011 sei bisher nicht eingefangen und vermessen worden, sagte Hayn. Markiert sei es deswegen auch nicht.

Aber durch seine Fellzeichnung könnten die Förster das Tier stets wiedererkennen. «Das ist wie bei uns die Fingerabdrücke», sagte Hayn. «Diese Katzen haben ja das Muster, und da können Sie an den Punkten erkennen, welcher Luchs das eben ist.» Hayn schätzt, dass «Kandelino» mindestens drei Jahre alt ist. Er sähe «kräftig, vital» aus.

Ausflüge bis nach Hinterzarten

Gesichtet wurde das Tier demnach schon direkt von Menschen. Zudem sei es von Wildkameras fotografiert worden, und es gebe dazu eindeutige Pfotenabdrücke im Schnee, sagt Hayn. Neben dem Kandel sei der Luchs etwa auch schon im gut 20 Kilometer entfernten Bereich Hinterzarten gesehen worden. Neben «Kandelino» lebt bereits seit Längerem der Luchs «Wilhelm» im Forstbezirk Hochschwarzwald.

Bis zuletzt gab es in Baden-Württemberg nur sesshafte männliche Luchse. Damit es nicht nur bei einzelnen männlichen Tieren der heimischen Art bleibt, rief das Land 2023 das Projekt «Luchs Baden-Württemberg» ins Leben. Dabei soll durch Auswilderungen insbesondere weiblicher Luchse die Fortpflanzung der Tiere ermöglicht werden.

 

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