News
Lückenschluss: Weg für Nationalpark-Erweiterung ist frei

News Lückenschluss: Weg für Nationalpark-Erweiterung ist frei

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Dass der Nationalpark im Schwarzwald erweitert werden soll, ist seit längerer Zeit klar. Nun ist laut Umweltministerin auch ein dafür nötiger Tausch von Waldflächen geklärt.

Bei der geplanten Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald ist die letzte Hürde nach Angaben von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) genommen. Der Lückenschluss werde über einen Flächentausch mit der Waldgenossenschaft Murgschifferschaft möglich, sagte Walker bei einer Debatte im Landtag. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Deren Flächen lägen mehr oder weniger zwischen den beiden Teilen des Nationalparks. «Es konnte nach langen Verhandlungen nun ein wertgleicher Tausch der Flächen erreicht werden, sodass der Weg jetzt frei ist», sagte Walker. Damit stehe der Erweiterung nichts mehr im Weg, so die Ministerin.

 

Flächentausch zwischen Waldgenossenschaft und Staatswald

Die Verhandlungen seien langwierig und nicht einfach gewesen, sagte Walker. Für den Lückenschluss zwischen den beiden bisherigen Nationalparkgebieten werden den Plänen zufolge Flächen der Murgschifferschaft gegen Staatswald in derselben Region getauscht. Das Land zieht sich aus der Genossenschaft zurück und verkauft seine Anteile an die verbleibenden Eigner.

Die grün-schwarze Regierungskoalition hatte sich bereits im Oktober vergangenen Jahres grundsätzlich auf die Erweiterung geeinigt. Auch der Nationalparkrat hatte der Erweiterung im Februar zugestimmt. Jetzt muss noch der Landtag einer entsprechenden Änderung des Nationalparkgesetzes zustimmen.

 

Nationalpark seit 2014

Der Nationalpark Schwarzwald wurde 2014 eingerichtet und ist bisher das einzige Großschutzgebiet dieser Art im Südwesten. Eine Besonderheit eines Nationalparks ist, dass der Mensch in bestimmten Kerngebieten nicht mehr eingreift. Auch in anderen Bundesländern gibt es Nationalparks.

 

Weitere Nachrichten

Statistisches Landesamt: Industrie in Baden-Württemberg hat 44.300 Jobs verloren

Die Flaute bei Autoherstellern und im Maschinenbau trifft den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg spürbar. Welche Branchen besonders viele Stellen abbauen.

West-Nil-Virus in Baden-Württemberg: Das muss man jetzt wissen

Die Behörden haben zwei Menschen aus dem Südwesten registriert, die sich lokal mit dem West-Nil-Virus infiziert haben sollen. Wie das Ministerium die Lage einschätzt und sich Menschen schützen können.

Laut Versicherungen: Sturm- und Hagelschäden kosten im Land besonders viel

Sturm- und Hagelschäden schlagen in Baden-Württemberg pro Fall deutlich stärker zu Buche als andernorts. Die Versicherer müssen sich auf den Klimawandel einstellen.

Zehn Jahre nach der BASF-Katastrophe: Was sich verändert hat

Eine falsche Leitung, ein Funke, eine Kettenreaktion: Das Unglück von 2016 kostete fünf Menschen das Leben. Heute setzt der Konzern auf zusätzliche Barrieren gegen menschliche Fehler.

Mars-Mission am Karlsruher Marktplatz: Künstler simulieren Leben auf Mars

Tütennahrung und neugierige Passanten: Auf dem Karlsruher Marktplatz ziehen Künstler in eine Marskuppel. Was wollen sie erreichen?

Unbekannte stechen auf Taxifahrer in Karlsruhe ein

Ein 61-jähriger Taxifahrer reinigt in Karlsruhe sein Fahrzeug, als zwei Unbekannte ihn um Geldwechsel bitten. Dann eskaliert die Situation – die Polizei sucht Zeugen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.