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Mehr als 80.000 Menschen auf der Stuttgart-21-Baustelle

Nachrichten Mehr als 80.000 Menschen auf der Stuttgart-21-Baustelle

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Einmal im Jahr öffnet die Baustelle von Stuttgart 21 ihre Türen für Neugierige. Wann der Bahnhof mal fertig wird, ist weiter völlig unklar. Das bremst das Interesse am Gebäude nicht.

Kelchstützen, Bahnsteige, Lichtaugen: Rekordverdächtige 82.000 Menschen haben an den drei ausverkauften Tagen der offenen Baustelle nach Angaben der Veranstalter den Tiefbahnhof von Stuttgart 21 besichtigt. «Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, den Menschen zu zeigen, welch eindrucksvolles, aber auch komplexes Projekt hier realisiert wird», sagte Bernhard Bauer vom Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm.

Insgesamt zählten die Veranstalter 621.000 Besucher seit den ersten Baustellen-Tagen vor zehn Jahren.

Um auf das Gelände zu gelangen, mussten Neugierige kostenfreie Tickets beim Veranstalter buchen. Den Angaben nach kamen bereits am Samstag 26.000, am Sonntag weitere 28.000 Menschen auf die rund 900 Meter lange und knapp 150 Meter breite Baustelle. In diesem Jahr konnten sie auch das modernisierte historische Empfangsgebäude, den Bonatzbau, besichtigen, der im vergangenen Jahr nur von außen betrachtet, aber nicht begangen werden konnte.

Das Projekt Stuttgart 21 steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe – etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken.

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schließt neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der anders als der bisherige Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.

Unklar ist aber, wann der Bahnhof fertig sein wird. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn die für Ende 2026 geplante Teileröffnung von Stuttgart 21 verschoben. Einen neuen Termin nannte Bahnchefin Evelyn Palla bislang nicht. Derzeit läuft eine Überprüfung des Projektes, bis Mitte 2026 will die Bahn das neue Inbetriebnahmekonzept fertig haben. Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass sich die Inbetriebnahme bis 2029 oder 2030 verzögern könnte. Eine Bestätigung gab es dafür nicht.

 

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