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Mit dem Longboard von Flensburg zum Bodensee

Nachrichten Mit dem Longboard von Flensburg zum Bodensee

Quelle: Gerald Wintzer/dpa
dpa

Ein 36-Jähriger aus Sachsen-Anhalt rollt auf einem längeren Skateboard durch Deutschland. Sein Ziel ist über 1000 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Rund 50 Kilometer will er am Tag zurücklegen.

Von Flensburg bis zum Bodensee auf einem Longboard – das will Paul William Hiersche schaffen. Ein Longboard ist länger und breiter als ein Skateboard und hat größere Rollen, deshalb sind damit höhere Geschwindigkeiten schaffbar. Die Strecke ist 1170 Kilometer lang. Rund 50 Kilometer will er pro Tag zurücklegen, berichtete der 36-Jährige. Dafür habe er geübt. «Die Waden brauchten noch Training.» Die Vorbereitung zahle sich nun aus. Normalerweise arbeitet Hiersche in einem Kino in Sachsen-Anhalt.

Nach einem Aufenthalt in Hamburg wollte der 36-Jährige am Freitag weiter durch Niedersachsen rollen. Weitere Städte auf der Reise gen Süden sind: Hannover, Hildesheim, Göttingen, Kassel, Marburg, Frankfurt, Karlsruhe, Freiburg und letztlich das Ziel: Friedrichshafen. Zudem sind Stopps in kleineren Orten geplant.

Maximal 28 Tage Zeit

Zu der Frage, warum er sich auf die Reise begeben habe, sagte Hiersche: «Das ist eine Tour, die ich für mich mache.» Er habe mehrere Wochen Urlaub genommen. Gestartet war er am 1. Juni, also am Montag. Am 28. Juni müsse er spätestens Friedrichshafen am Bodensee erreichen, um einen Zug zu nehmen, der ihn nach Salzwedel bringe, wo er wohnt. «Am 29. stehe ich wieder im Kino und muss arbeiten.»

Hiersche zufolge gibt es mehrere Varianten des Longboardfahrens. Er mag demnach Touren. Aber das Tourenfahren habe an Beliebtheit eingebüßt, was er bedauere, sagte er. Zum Longboardfahren inspiriert habe ihn eine Gruppe von YouTubern, die 2014 von Sylt zum Schloss Neuschwanstein gefahren ist.

Holprige Radwege

Während der Reise schlafe er bei Freunden, in Hostels und in Motels, berichtete Hiersche. Zur Not, falls er keine Unterkunft finde, habe er einen Schlafsack dabei. Auf sozialen Plattformen informiert er über seine Tour. In den Videos beschwert er sich etwa über holprige Radwege – und berichtet, dass er das Board bei allzu schlechter Bodenbeschaffenheit auch mal in die Hand nehmen muss. Auch auf Landstraßen müsse er manchmal entlangfahren.

 

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