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Nachwuchs bei vom Aussterben bedrohter Wildesel-Art

News Nachwuchs bei vom Aussterben bedrohter Wildesel-Art

Quelle: Birger Meierjohann/Wilhelma Stuttgart/dpa

In der Natur ist die afrikanische Wildesel-Art fast ausgestorben. In Stuttgart gibt es seit kurzem jedoch Nachwuchs. Seinen Namen teilt sich das Fohlen mit einer weltbekannten Popsängerin.

Es hat lange spitze Ohren, gestreifte Beine und ist bereits jetzt ein neuer Publikumsliebling: Im Zoologischen Garten Stuttgart ist ein neues Wildesel-Fohlen geboren. Das junge Weibchen namens Shakira kam am 19. September in der Wilhelma zur Welt und gehört zu der vom Aussterben bedrohten Somali-Wildesel-Art, wie der zoologische Garten mitteilte.

«Unsere Stute Sina hat ihr Fohlen im Beisein ihrer Artgenossinnen auf der Außenanlage zur Welt gebracht», erzählt Daniel Wenning, Leiter des Reviers für afrikanische Huftiere. «Die Geburt verlief problemlos und die Kleine stand schon bald auf ihren Beinen.»

Sein Gehege teilt sich Shakira mit seiner Mutter Sina und drei weiteren Stuten. Der Vater des Fohlens namens Norbert verbringt einen Großteil des Jahres auf einer nicht öffentlichen Außenstelle der Wilhelma. Diese räumliche Trennung entspreche der Sozialstruktur der Wildesel in ihrem natürlichen Lebensraum, hieß es.

 

Klimawandel verschärft Bedrohung der Tiere in der Natur

In der Natur kommen Somali-Esel nur noch in Teilen Äthiopiens und Eritreas in Ost-Afrika vor, wie der zoologische Garten mitteilte. Demnach sind sie eine Unterart des afrikanischen Wildesels – dem Vorfahren des Hausesels – und gehören zu den seltensten pferdeartigen Tieren der Erde.

Nach Einstufung der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind Wildesel hochgradig vom Aussterben bedroht. Dies sei vor allem auf Bedrohungen durch die Konkurrenz zum Menschen und ihren Nutztieren zurückzuführen. Diese Konkurrenz um Nahrung und Wasser werde durch den Klimawandel weiter verschärft. Jede erfolgreiche Nachzucht trägt den Angaben zufolge dazu bei, eines der seltensten Huftiere der Welt auch außerhalb seines natürlichen Lebensraums langfristig zu erhalten.

 

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