News
Polizist erschießt Mann in Bruchsal: Ermittlungsergebnis steht fest

News Polizist erschießt Mann in Bruchsal: Ermittlungsergebnis steht fest

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Ein Mann greift Polizisten mit einem Messer und einem Fleischerbeil an – ein Beamter schießt und verletzt den Angreifer tödlich. War das rechtens? Ermittler kommen zu einem klaren Ergebnis.

Nach tödlichen Schüssen aus einer Polizeiwaffe auf einen Mann in Bruchsal sind die Ermittlungen gegen den Beamten eingestellt worden. Der Polizist habe bei dem Einsatz im Januar aus Notwehr gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mit. Damit sei der Einsatz der Dienstwaffe rechtens gewesen. Zunächst hatten die «Badischen Neuesten Nachrichten» berichtet.

Eigentlich hätte der später getötete Mann bei dem Einsatz wegen eines Gerichtsbeschlusses in eine psychiatrische Klinik gebracht werden sollen. Als der 48-Jährige nicht reagierte, öffneten die Beamten die Tür. Bewaffnet mit zwei Messern habe der Mann die Polizisten unmittelbar angegriffen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein Polizist schoss auf den 48-Jährigen, der trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen noch an Ort und Stelle starb.

Polizisten mussten mit weiteren Angriffen rechnen

Den ersten Angriff des Mannes hätten die Beamten noch mit einem Schutzschild abwehren können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Polizisten mussten demnach aber mit «weiteren, beharrlichen Angriffen des Geschädigten» rechnen.

Pfefferspray oder einen Polizeihund in dem Treppenhaus zur Abwehr gegen den Angreifer in unmittelbarer Nähe einzusetzen, wäre für die Beamten nicht genauso wirksam und genauso ungefährlich gewesen wie der Einsatz seiner Dienstwaffe, teilte die Ermittlungsbehörde mit. «Mildere, gleich wirksame Verteidigungsmittel standen nicht zur Verfügung.» Das Verfahren wegen Verdachts auf Totschlag sei deshalb eingestellt worden.

 

Weitere Nachrichten

Studie zu Trauma-Hilfe für Geflüchtete: Alarmierende Lücken

Viele Geflüchtete sind traumatisiert – doch in Baden-Württemberg fallen sie oft durchs Raster. Hilfe gibt es oft erst nach Monaten oder gar nicht. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücken sind.

Motorradfahrer rast Polizei auf A5 bei Bruchsal davon

Mit riskanter Fahrweise fällt ein Motorradfahrer auf der A5 auf. Die Polizei verfolgt ihn – doch er denkt nicht daran anzuhalten.

Teenager aus Bruchsal wird vermisst: Er wollte wohl nach Sizilien radeln

Ein Junge aus Bruchsal fährt morgens zur Schule. Dort kommt er nicht an. Nun fahndet die Polizei nach ihm - und vermutet einen abenteuerlichen Tourenplan.

Gute Nachrichten aus Brüssel: Karlsruhe behält EUROPE DIRECT-Zentrum

Das Regierungspräsidium Karlsruhe führt das EUROPE DIRECT-Zentrum bis zum Jahr 2030 fort und bleibt damit der regionale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Europa, das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Zahl der Apotheken im Südwesten weiter gesunken

Eine Apotheke in der Nähe ist vielen Menschen wichtig. Doch das Netz der Standorte wird dünner: Die Zahl der Apotheken sinkt seit Jahren - auch im Südwesten. Woran liegt das?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.