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Tiefster Stand seit 2010: Wohnungsbau in der Krise – wann kommt die Trendwende?

Nachrichten Tiefster Stand seit 2010: Wohnungsbau in der Krise – wann kommt die Trendwende?

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
dpa

Der Wohnungsbau in Baden-Württemberg kommt nicht vom Fleck: 2025 ist die Zahlen auf den niedrigsten Stand seit Jahren gesunken. Doch es gibt Anzeichen für eine Trendwende.

In Baden-Württemberg sind vergangenes Jahr so wenige neue Wohnungen gebaut worden wie seit 2010 nicht mehr. Insgesamt wurden 25.565 Neubauwohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Zählt man Wohnungen hinzu, die zum Beispiel nach einem Umbau von Bestandsgebäuden wieder genutzt werden, liegt die Zahl bei 30.292 (minus 17 Prozent).

Alle Gebäudetypen im Minus

Den stärksten Rückgang verzeichneten Zweifamilienhäuser: Dort wurden 2.456 Wohnungen neu errichtet (minus 32 Prozent). Bei Einfamilienhäusern sank die Zahl um 27 Prozent auf 4.922 Einheiten. In Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen – dem mit Abstand größten Segment – entstanden 16.672 Wohnungen, ein Minus von 15 Prozent.

Besonders stark brach außerdem der Neubau in Nichtwohngebäuden ein: Dort wurden 666 Wohnungen fertiggestellt, 39 Prozent weniger als 2024. Einziger Lichtblick: Wohnheime verzeichneten mit 849 fertiggestellten Wohnungen ein Plus von 55 Prozent.

Genehmigungen drehen ins Plus

Der Wohnungsbau im Land steckte in den vergangenen Jahren in einer Krise. Nach einem Tiefstwert 2024 gibt es bei den Baugenehmigungen aber wieder Grund zur Hoffnung. Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen genehmigten die Baubehörden 2025 mehr neue Wohnungen. Der Aufwärtstrend setzt sich auch in den ersten drei Monaten 2026 fort: 8.168 Wohnungen haben die Ämter zum Bau freigegeben – ein Plus von 33,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, als es noch 6.100 waren. Der Großteil entfiel auf neue Gebäude.

Bis die genehmigten Bauvorhaben umgesetzt werden und damit auch in den Fertigstellungszahlen auftauchen, dauert es aber. Seit Jahren ist bezahlbarer Wohnraum vor allem in Ballungsräumen knapp. In Städten, aber auch in anderen Regionen sind die Kosten fürs Wohnen für viele Menschen eine erhebliche Last.

 

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