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Trockenheit setzt neuen Weihnachtsbaumkulturen stark zu

Nachrichten Trockenheit setzt neuen Weihnachtsbaumkulturen stark zu

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Viele frisch gepflanzte Christbäume kämpfen mit der Trockenheit – doch für die nächste Saison erwartet der Verband noch keine Engpässe.

Die Trockenheit im laufenden Sommer setzt den Weihnachtsbaumkulturen teilweise heftig zu. Besonders betroffen seien frisch angepflanzte Bäume, teilte der Vorsitzende des Christbaumverbands Baden-Württemberg, Sebastian Fertig, in Mudau (Neckar-Odenwald-Kreis) mit.

Besonders betroffen seien von Hand gepflanzte Bäume. Hier seien bis zu 90 Prozent der Neuanpflanzungen kaputtgegangen. Es seien vor allem Kleinbetriebe betroffen. Bei Bäumen, die mit maschineller Hilfe gepflanzt wurden, betrage der Ausfall hingegen bis zu zehn Prozent. Sie stecken tiefer in der Erde. Für die kommende Weihnachtsbaumsaison erwartet der Verband allerdings noch keine gravierenden Folgen der Hitze.

Gerade in den ersten beiden Jahren benötigen die neu gepflanzten Bäume viel Wasser, bis sie ausreichend tief verwurzelt sind, wie Fertig weiter mitteilte. Von der Trockenheit seien Betriebe in Hessen und Baden-Württemberg besonders betroffen. Bei Neuanpflanzungen auf leichteren, sandigen Böden gebe es vor allem Probleme, die Bäume bei Hitze durchzubringen. Die Böden speicherten das Wasser nicht so gut.

Nordmanntanne bei Kunden besonders gefragt

Wenn es in den kommenden Jahren weiter so trocken bleibe, dann komme es gleichfalls zu Schäden an verkaufsfertigen Bäumen. Jahr für Jahr werden in Baden-Württemberg rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Ungefähr die Hälfte stammt aus dem Land – meist von Familienbetrieben.

An Weihnachten werden vor allem Nordmanntannen nachgefragt. Manche seien auch schon leicht mitgenommen. Aber nach zwei Wochen Regen erhole sich der Baum in der Regel wieder, sagte Fertig. Die Nordmanntanne stecke die Trockenheit besser weg als Fichten. Die Nordmanntanne hat dunkelgrüne, glänzende Nadeln und pyramidenförmig angeordnete Zweige. Als Christbaum eigne sie sich vor allem daher gut, weil ihre Nadeln weich seien und sie lange haltbar sei.

Bei der Beliebtheit folgt die Blaufichte: Auch ihre Zweige wachsen so, dass sich Etagen ergeben. Eine Besonderheit der Blaufichte sind die bläulichen oder grünen Nadeln, die hart und spitz sind. Im Gegensatz zur Nordmanntanne verbreitet die Blaufichte auch einen ausgeprägten, harzigen Waldgeruch. Ferner gebe es auch Nobilistannen und Rotfichten.

 

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