News
Waldbrandgefahr – wo es am Wochenende brenzlig werden kann

News Waldbrandgefahr – wo es am Wochenende brenzlig werden kann

Quelle: Waldemar Gress/dpa
dpa

Sonne und Trockenheit erhöhen am langen Wochenende die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Warum Vorsicht beim Ausflug und Grillen jetzt besonders wichtig ist.

Nach einem zu trockenen April ist die Gefahr von Waldbränden in Baden-Württemberg am langen Mai-Wochenende noch nicht gebannt. Im Gegenteil: Die Sonne und die frühsommerlichen Temperaturen verschärfen die Lage. Behörden rufen Ausflügler und Grillende zu besonderer Vorsicht im Freien auf.

Bis zum Sonntag wird an fast jeder zweiten der rund 60 Stationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die zweithöchste Gefahrenkategorie erreicht, wie aus DWD-Daten hervorgeht. Es besteht also eine hohe Gefahr, dass ein Brand ausbrechen kann.

Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein.

Wie stark betrifft es die Wochenend-Pläne?

Die Entwicklung könnte auch Folgen für die Feiertagspläne und Wochenendausflüge vieler Menschen haben. Ob Kommunen angesichts der steigenden Gefahr Grillplätze in Wäldern sperren, ist noch offen.

Forstminister Peter Hauk (CDU) warnte angesichts der Trockenheit der vergangenen Tage: «Ein heißer Katalysator von einem unachtsam abgestellten Fahrzeug oder die Hitze eines Einweggrills kann ausreichen, um einen Waldbrand zu entfachen.» Erst am Montag nimmt die Gefahr deutlich ab.

Oft lösen Zigaretten den Brand aus

Zuletzt hatte es im Südwesten mehrere größere Brände gegeben. Am Mittwoch war ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz, um im Ried bei Bad Waldsee mehrere Hundert Quadratmeter brennendes Moor und Schilf zu löschen. Am brannte es auf 1.500 Quadratmetern zwischen Müllheim und Oberweiler in einem Rebgelände. «Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde der Brand vermutlich durch einen Feuerwerkskörper verursacht, der von bislang unbekannter Täterschaft in die Reben geworfen wurde», teilte die Polizei mit.

Kein Einzelfall: Experten zufolge sind Waldbrände oft menschengemacht – etwa durch achtlos weggeworfene Zigaretten oder das Entzünden von Lagerfeuern oder auch mutwillig.

 

Weitere Nachrichten

Nach zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie rücken näher

In der zweiten Verhandlungsrunde legt die Arbeitgeberseite ein Angebot vor. Doch dieses weisen die Arbeitnehmer als unzureichend zurück. Damit dürfte es bald Warnstreiks in Baden-Württemberg geben.

Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Für viele gehört Weihnachten zum Höhepunkt des Jahres - für Kim und Wolfram König ist es Halloween. Monate investieren sie in ihr Gruselhaus. Dieses Jahr entführen sie Besucher nach Mexiko.

Krankheit Alzheimer wurde vor 120 Jahren entdeckt: Zahl der Betroffenen steigt

Die Zahl von Menschen mit Demenz nimmt zu - die meisten davon haben Alzheimer. Angehörige von Betroffenen übernehmen den größten Teil ihrer Pflege - und bräuchten selbst mehr Hilfen.

Atommüll-Endlager: Zwei Südwest-Gebiete nicht mehr im Rennen

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager geht in die nächste Runde: Die Auswahl der als geeignet bewerteten Gebiete wurde weiter eingegrenzt. Wo liegen die Schwerpunkte in Baden-Württemberg?

Geld Münzen

336 Millionen Euro mehr Steuern - aber trotzdem Lücke im Landeshaushalt

336 Millionen Euro mehr Steuern als erwartet – und trotzdem fehlt Baden-Württemberg Geld im Haushalt 2027. Warum der erwartete Aufschwung den Spielraum der Landesregierung zugleich schrumpfen lässt.

Cyberangriff auf Hochschulen im Land: Das weiß man zum Datenabfluss

Notensysteme und Stundenpläne waren nach dem Angriff offline, Lehrkräfte konnten zunächst nicht bezahlt werden. Die Ermittlungen sind nun vorangekommen und es gibt neue Infos zu der Attacke.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.