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„Weniger Schwerverletzte aber mehr Verkehrstote“: Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung

Nachrichten „Weniger Schwerverletzte aber mehr Verkehrstote“: Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung

Quelle: Polizei Baden-Württemberg

Die Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-Württemberg weist weniger Verkehrsunfälle, weniger Schwerverletzte und mehr Verkehrstote aus. Wie das Land Baden-Württemberg informiert, bleibe zu schnelles Fahren die häufigste Unfallursache.

„Weniger Schwerverletzte – aber mehr Verkehrstote“

Anfang August 2025, wurde die Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung in Baden-Württemberg vorgestellt. Die Statistik weist weniger Verkehrsunfälle, weniger Schwerverletzte – aber mehr Verkehrstote aus.

Vor allem bei Pedelecs nehme die Zahl der Verkehrstoten zu, bei E-Scootern verzeichne die Polizei weiterhin steigende Unfallzahlen. Zu schnelles Fahren bleibe die häufigste Unfallursache.

Im ersten Halbjahr 2025 stellte die Polizei in Baden-Württemberg mit insgesamt 150.957 Verkehrsunfällen einen leichten Rückgang der Gesamtunfallzahlen (minus 0,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr fest.

Dabei wurden 17.329 Menschen leicht (plus 3,7 Prozent) und 2.699 Menschen schwer verletzt (minus 3,8 Prozent). 188 Menschen (plus 17,5 Prozent) verloren ihr Leben. Statistisch gesehen starb somit im ersten Halbjahr 2025 jeden Tag ein Mensch auf den Straßen Baden-Württembergs.

Insbesondere mehr getötete Pedelecfahrerinnen und -fahrer, bei denen sich die Anzahl der Verkehrstoten auf 22 Getötete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (neun Getötete) mehr als verdoppelte, würden dabei in den Fokus rücken. 16 dieser getöteten Pedelecfahrerinnen und -fahrer (72,7 Prozent) seien im Seniorenalter gewesen.

Während im ersten Halbjahr 2024 zwei Fahrer von E-Scootern, sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen, tödlich verunglückten, waren es im Zeitraum Januar bis Juni 2025 bereits vier. Bei den Elektrokleinstfahrzeugen lässt sich auch bei der Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt ein deutlicher Anstieg auf 841 (plus 44,3 Prozent) feststellen, was den Trend aus dem Vorjahr bestätigt. Mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) dieser Verkehrsunfälle wurden von den Fahrerinnen und Fahrern selbst verursacht. Verletzt wurden dabei vorwiegend junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren: Sie machten knapp ein Drittel der Schwerverletzten (30,6 Prozent) und gut die Hälfte der Leichtverletzten (47,6 Prozent) und Getöteten (50,0 Prozent) aus.

Überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit war, wie bereits die Jahre zuvor, auch im ersten Halbjahr 2025 die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle (36 Prozent), gefolgt von Vorfahrts- und Vorrangverletzungen (15 Prozent) und mangelnder Verkehrstüchtigkeit (zwölf Prozent).

Auffällig sei auch die Entwicklung von rauschmittelbedingten Verkehrsunfällen: Während die Anzahl der Unfälle, bei denen Unfallbeteiligte unter Alkoholeinfluss standen auf 1.810 (minus 9,4 Prozent) gesunken sei, könne man ein Anstieg bei Verkehrsunfällen mit drogenbeeinflussten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern auf 432 (plus 29,7 Prozent) festgestellen.

In den Monaten von Januar bis Juni 2025 brachte die Polizei 5.763 Verstöße im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen im Straßenverkehr zur Anzeige, 15,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (4.976).

 

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