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Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

News Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Quelle: Christian Charisius/dpa
dpa

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist – und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.

Nachdem ein schwer verletzter Wolfsrüde in der Nähe des Schluchsees im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gefunden wurde und getötet werden musste, ist nun die Identität des Tieres geklärt. Bei dem Wolf habe es sich um den in der Gegend ansässigen Rüden GW1129m gehandelt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart mit. Mit dem Tod des Tieres gibt es im Südwesten nur noch fünf sesshafte Wölfe – nebst mindestens einem Welpen.

Wie das Tier die Verletzungen erlitten hatte, ließ sich laut Ministerium nicht sicher feststellen. Bei den Untersuchungen seien komplexe Frakturen im Bereich der Lendenwirbelsäule des Wolfes festgestellt worden. «Ein Verkehrsunfall kann zwar im Nachgang weder ausgeschlossen noch bestätigt werden, erscheint jedoch aufgrund der in unmittelbarer Nähe des Fundorts verlaufenden B500 sowie der festgestellten Symptomatik als sehr wahrscheinlich», teilte das Ministerium mit. Sicher sei dagegen, dass die Verletzungen nicht von einem Schuss stammten.

Das Tier war am Montag entdeckt worden, noch am Leben, aber nicht überlebensfähig, wie das Landwirtschaftsministerium mitgeteilt hatte. «Im Sinne des Tierschutzes und um dem Tier weiteres Leid zu ersparen, wurde es getötet.» Es sei tierschutzgerecht erlegt worden – ob es dabei eingeschläfert oder erschossen wurde, wurde nicht mitgeteilt. Auch zur Frage, wer das Tier gefunden hatte, machte das Ministerium keine Angaben.

Bisher rund zehn Wölfe tot in Baden-Württemberg gefunden

In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf zwischen 1991 und 2026 bisher acht Wölfe im Rahmen von Verkehrsunfällen getötet worden – zuletzt im März im Rhein-Neckar-Kreis in der Nähe von Walldorf. Ein weiterer war im Jahr 2017 illegal erschossen und tot aus dem Schluchsee geborgen worden. Bei einem zehnten steht die Todesursache nicht fest. Der nun getötete Wolf ist in dieser Statistik noch nicht enthalten.

Im Südwesten gelten nun fünf erwachsene Wölfe als sesshaft: Darunter ist ein Wolfspaar im Wolfsterritorium Enztal, die mutmaßlichen Eltern eines kürzlich auf einer Fotofalle gesichteten Welpen. Außerdem sind drei männliche Wölfe jeweils im Territorium Hornisgrinde, Reichenbacher Wald und Ostbaar ansässig.

Die sesshaften männlichen Tiere haben die wissenschaftliche Kennung GW5057m, GW852m, GW2672m und GW4389m. Die Wölfin trägt die Kennung GW4816f.

 

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