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750 Einsätzen pro Tag wegen Hitzewelle: Karlsruher Einsatzkräfte doppelt so häufig gefragt

Nachrichten 750 Einsätzen pro Tag wegen Hitzewelle: Karlsruher Einsatzkräfte doppelt so häufig gefragt

Quelle: Thomas Riedel

Die Hitzewelle sorgt im Stadt- und Landkreis Karlsruhe für einen deutlichen Anstieg der Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze. Mit über 2.500 Anrufen und rund 750 Einsätzen pro Tag war das Einsatzaufkommen nahezu doppelt so hoch.

Karlsruher Einsatzkräfte doppelt so häufig gefragt

Aufgrund der Hitzewelle in Karlsruhe und dem deutlich erhöhten Einsatzaufkommens wurden die Regelkapazitäten des Rettungsdienstes im Laufe des Samstags, 27. Juni 2026, an
ihre Belastungsgrenze gebracht.

Über Stunden hinweg arbeiteten die Besatzungen der Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Einsatzleitdienste ohne Pause alle Hilfeersuchen ab, geht aus einer Pressemeldung hervor.

Um hier für Entlastung zu sorgen und einem weiteren Anstieg der Notfalleinsätze begegnen zu können, stellten die Unteren Katastrophenschutzbehörden für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe eine „Außergewöhnliche Einsatzlage“ auf Basis des Landeskatastrophenschutzgesetzes fest. Diese
ermöglicht die Heranziehung der Kräfte des Katastrophenschutzes bei Großlagen.

Zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes wurden durch die Karlsruher Hilfsorganisationen
(Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst
und ProMedic) binnen kürzester Zeit weitere Einsatzmittel in Dienst gestellt.

Die Fahrzeuge waren mit ehrenamtlichem sowie hauptamtlichen Personal der Hilfsorganisationen besetzt. So konnten alle Einsätze professionell abgearbeitet werden. Auch am Sonntag, 28. Juni 2026, unterstützten diese Kräfte den Rettungsdienst erneut, um die weiter hohen Einsatzzahlen
bewältigen zu können.

Auch die Feuerwehren im Stadt- und Landkreis Karlsruhe verzeichneten ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen. Zu den besonderen Einsatzlagen gehörten drei Einsätze an privaten
Flüssiggasbehältern im Landkreis:

Durch die hohen Temperaturen dehnte sich das Flüssiggas aus, wodurch der Druck in den Behältern anstieg. Das entstehende Überdruckniveau wurde zunächst ordnungsgemäß über die Sicherheitsventile abgebaut. In einem Fall war jedoch eine kontrollierte Entlastung des Behälters mittels einer Notfackel durch die Feuerwehr erforderlich.

Ein weiterer größerer Einsatz wurde durch die Meldung über vier vermisste Personen an einem Baggersee ausgelöst. Nach einer umfangreichen Suchaktion konnten alle Vermissten wohlbehalten aufgefunden werden.

Zusätzlich beschäftigten die Feuerwehren zahlreiche First-Responder-Einsätze sowie Einsätze aufgrund ausgelöster Brandmeldeanlagen, die wegen der außergewöhnlich hohen Temperaturen vermehrt technische Fehlauslösungen aufwiesen.

Bereits solche „regulären“ Feuerwehreinsätze bedeuteten für die Einsatzkräfte aufgrund der hohen Außentemperaturen und der persönlichen Schutzausrüstung eine außergewöhnliche körperliche Belastung.

 

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