Nachrichten 764 Millionen Euro: Gesamtkosten für das Badische Staatstheater Karlsruhe steigen
Das Badische Staatstheater in Karlsruhe soll bis 2034 zu einer modernen und barrierefreien Kulturstätte der darstellenden Künste ausgebaut werden. Jetzt wurde der Gesamtkostenrahmen festgelegt – dieser beläft sich auf stolze 764 Millionen Euro.
Gesamtkostenrahmen für das Badische Staatstheater
Der am 06. November 2026, dem Verwaltungsrat vorgestellte Gesamtkostenrahmen, der neben den drei Baumodulen (Module 1 bis 3) und den Vorwegmaßnahmen auch weitere notwendige Maßnahmen für das Gesamtprojekt zusammenführt, betrage nach aktuellem Stand rund 764 Millionen Euro.
Das gaben Kunstministerin Petra Olschowski, Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr und Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am 6. November 2026 im Verwaltungsrat bekannt. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe tragen die Kosten jeweils zur Hälfte.
Der Verwaltungsrat habe in seiner Sitzung am 06. November 2026, die vorgeschlagenen Optimierungsmaßnahmen und die aktuelle Kostenentwicklung zur Kenntnis genommen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Karlsruher Gemeinderats empfiehlt er, die Planung auf Grundlage der vorgestellten Rahmenbedingungen fortzuführen.
Weitere Informationen zu Sanierung und Kosten
Die Staatstheater-Gebäude am Hermann-Levi-Platz werden nach über 50 Jahren saniert und erweitert. Ziel sei es, die Arbeits- und Spielbedingungen zu verbessern, auf die arbeitsschutzrechtlichen Standards zu bringen, betriebliche Abläufe zu optimieren und das Theater nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.
Die Weichen für das Großprojekt wurden 2014 mit einem Planungswettbewerb gestellt und 2022 mit den Bautätigkeiten von Modul 1 begonnen, wird in einer Pressemeldung des Theaters erklärt.
Im Jahr 2020 lag die Kostenschätzung für die Baumodule und die Vorwegmaßnahmen bei 508 Millionen Euro und die Kostenschätzung für Interims, Freianlagen und die Erstausstattung bei 63 bis 66 Millionen Euro. Zu den Ursachen der zwischenzeitlichen Kostensteigerung gehören insbesondere die erheblich gestiegenen Baupreise, aber auch erforderliche Provisorien und Zwischenbauzustände sowie zusätzliche Planungsleistungen, so das Badische Staatstheater.
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