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Arbeitslosigkeit steigt zu Jahresbeginn in Baden-Württemberg

News Arbeitslosigkeit steigt zu Jahresbeginn in Baden-Württemberg

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

Mehr Arbeitslose und wenig Bewegung am Markt: Die Arbeitsagentur setzt nun verstärkt auf Weiterbildung und ruft Beschäftigte wie Arbeitslose zum Kompetenzaufbau auf.

Die Lage auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt bleibt zum Jahresauftakt angespannt. Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 6,7 Prozent auf 310.443, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent. Im Vormonat waren es noch 4,5 Prozent gewesen.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit habe überwiegend saisonale Gründe, wie zum Beispiel das Ende einer befristeten Beschäftigung zum Jahresende. Die Dynamik am Arbeitsmarkt sei zu gering, um eine Trendwende einzuleiten. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 14. Januar vorlag.

 

Mehr Geld für Weiterbildung angekündigt

Die Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion, Sabine Schultheiß, erklärte, der Arbeitsmarkt starte mit wenig Dynamik ins neue Jahr. «Beschäftigte und arbeitslose Menschen sollten die aktuelle Arbeitsmarktsituation nutzen, um in neue Kompetenzen zu investieren.» Die Behörde wird in diesem Jahr voraussichtlich nochmals mehr in die Förderung beruflicher Weiterbildung investieren. Im letzten Jahre waren es rund 470 Millionen Euro.

Die Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, der Start ins neue Jahr sei alarmierend. «Saisonale Effekte erklären einen Teil des Anstiegs der Arbeitslosigkeit, und dieser war in gewissem Ausmaß erwartbar, dennoch erreichen wir eine Gesamtzahl an Arbeitslosen, wie wir sie seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen haben.» Dieses Signal müsse man sehr ernst nehmen.

 

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