News
Artenschutz: Drei weitere Luchse streifen nun als Stammgäste durchs Land

News Artenschutz: Drei weitere Luchse streifen nun als Stammgäste durchs Land

Quelle: Martin Schutt/dpa
dpa

Luchse sind in der Natur selten. Umso besser, wenn sie auch ins Land gekommen sind, um zu bleiben, sagen die Tierschützer. Das ist nun bei drei weiteren Tieren der Fall. Aber ein Problem gibt’s noch.

Um dem bedrohten Luchs-Bestand auf die Sprünge zu helfen, gibt es in Baden-Württemberg ein spezielles Auswilderungsprojekt. Zwei der drei Exemplare aus diesem Programm sowie ein weiteres eingewandertes Tier scheinen sich in ihrer neuen Heimat so wohlzufühlen, dass sie auch geblieben sind.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums haben die drei im Laufe des vergangenen Monats ihren Status von «umherstreifend» auf «sesshaft» geändert, weil sie jeweils länger als sechs Monate Spuren hinterlassen haben. Neben dem Luchskuder – also dem Männchen – Reinhold und der Luchskatze Verena im Nordschwarzwald streift im Süd- und Mittleren Schwarzwald der Kuder B3011 als neuer Stammgast umher. Sesshaft oder auch territorial sind bereits die Kuder Toni (seit 2020 im Nordschwarzwald) und Wilhelm (seit 2015 im Südschwarzwald). Zwei weitere Tiere gelten noch als umherstreifend.

«Sobald die Tiere sesshaft sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie über längere Zeit bleiben oder sich sogar dauerhaft bei uns niederlassen», teilte das Ministerium mit. Ziel ist es nach Angaben von Ressortminister Peter Hauk (CDU) zudem, gemeinsam mit den Luchsen im Pfälzer Wald, den Vogesen und dem Jura-Gebirge eine Population zu bilden. Damit solle der Inzucht in diesen Beständen entgegengewirkt werden.

 

Weibchen breiten sich zurückhaltender als Kuder aus

Ein Problem bleibt: Die Luchskatzen breiten sich deutlich zurückhaltender aus als die Kuder. Sechs der sieben im Südwesten lebenden Luchse sind männlich.

Mit nur einer Luchskatze im Land sei eine natürliche Entwicklung aber kaum möglich, sagt die Artenschutzreferentin des Naturschutzbunds (Nabu) Deutschland, Alexandra Ickes. Wichtig sei daher, weitere Weibchen gezielt auszuwildern und auch Wildtierkorridore auszubauen. «Noch immer sind Straßen tödliche Barrieren. Wir brauchen mehr Wildtierbrücken, damit sich der Luchs ausbreiten kann.»

Als größte wildlebende Katzenart Europas war der Luchs vor mehr als 200 Jahren in Europa weit verbreitet. Sein Schicksal: Als Räuber von Wild- und gelegentlich auch Nutztieren wurde er gezielt verfolgt. Zudem trug der Verlust von Lebensräumen dazu bei, dass die Tiere aus den Wäldern verschwanden.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.

Erste Hürde genommen – Europa-Park will siebtes Hotel bauen

Bis zu 350 Zimmer mehr: Es gibt grünes Licht für die Planung rund um Deutschlands größten Freizeitpark. Warum Besucher aber noch Geduld brauchen.

Laut Studie: Männer hören Frauen im Landtag weniger aufmerksam zu

Dass Abgeordnete häufig mal aufs Handy schauen, kennen Beobachter des Landtags. Offenbar mache es aber einen gewissen Unterschied, ob vorne eine Frau oder ein Mann redet, wie eine Studie nun nahelegt.

Karlsruher Schloss wird saniert: Wie das Badische Landesmuseum umzieht

Das Badische Landesmuseum muss ins Depot, weil das Karlsruher Schloss saniert wird. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Ein Blick hinter die seit Ende September verschlossene Kulisse.

BBBank in Karlsruhe meldet Rekordergebnis nach Fusion mit PSD Bank

Die BBBank gewinnt 36.000 neue Kunden und steigert ihren Gewinn deutlich. Für das laufende Jahr ist bereits die nächste Fusion geplant.

Schaufenster durch Brand zerstört – 150.000 Euro Schaden in Karlsruhe

Unbekannte setzen in Karlsruhe Plastiksäcke vor einem Modegeschäft in Brand. Die Flammen verursachen einen Schaden von 150.000 Euro – die Polizei bittet um Hinweise.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.