News
Besserer Grenzverkehr: Neue Regionalzüge fahren bald nach Frankreich

News Besserer Grenzverkehr: Neue Regionalzüge fahren bald nach Frankreich

Quelle: Harald Tittel/dpa

Für Pendler zwischen Ostfrankreich sowie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es bald moderne Züge und mehr Anschlüsse. Was sich für Reisende ändert und warum es Verzögerungen gab.

Nach mehreren Verzögerungen können Bahnreisende zwischen Ostfrankreich und Deutschland bald auf erhebliche Verbesserungen hoffen. Vom kommenden Frühjahr an sollen neu beschaffte moderne Regionalzüge schrittweise auf allen Grenzstrecken zwischen Ostfrankreich sowie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Verkehr übernehmen, teilten die französische Région Grand Est und das Verkehrsministerium in Stuttgart mit. Ab Ende 2027 dann sollen die Züge in dichterem Takt und auf neuen Direktverbindungen die Region verbinden.

Der Einsatz der neuen «Regiolis»-Züge, die im grenzüberschreitenden Verkehr eigentlich längst unterwegs sein sollten, verzögerte sich nach Angaben der Région Grand Est zuletzt abermals wegen Zulassungsproblemen in Deutschland. Für die Betriebsgenehmigung seien auf dem deutschen Schienennetz zusätzliche Bremsversuche erforderlich gewesen. Diese Phase solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die für 388 Millionen Euro beschafften 30 neuen Züge sind in Frankreich, das die Kosten größtenteils trägt, bereits im Einsatz.

Moderne Streckentechnik wird noch installiert

Vom Frühjahr an sollen die Züge zwischen Straßburg und Offenburg sowie Müllheim und Mulhouse fahren. Damit die Züge auf allen Grenzstrecken pendeln können, müssen bestimmte Streckenabschnitte und Grenzübergänge noch mit Installationen für das europäische Zugbeeinflussungssystem (ETCS) ausgestattet werden. Die neue Technik werde zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 installiert, teilte die Région Grand Est mit.

Folgende Verbindungen sollen ab Ende 2027 dann in einem festen Takt bedient werden: Straßburg-Karlsruhe, Straßburg-Saarbrücken, Straßburg-Wissembourg-Neustadt/Weinstraße, Straßburg-Offenburg, Mulhouse-Müllheim, Metz-Trier und Metz-Saarbrücken. Welches Bahnunternehmen diese Züge künftig fahren wird, wird im Moment noch in einer Ausschreibung bestimmt. Die Züge des Herstellers Alstom funktionieren mit den unterschiedlichen Bahn-Stromnetzen der beiden Länder und verfügen auch über einen Dieselantrieb.

 

Weitere Nachrichten

Unbesetzte Lehrerstellen: IT-Fehler war schwerer als gedacht

Im Sommer fiel auf, dass 1.440 Lehrerstellen im Südwesten nicht besetzt waren. Nun hat eine Arbeitsgruppe erste Untersuchungsergebnisse zu dem Skandal vorgelegt.

Röntgen-KI fischt brennbare Akkus aus dem Müll

Akkus in alten Vapes, in Handys oder Grußkarten: Was eine neue Röntgen-KI alles aus den Müllbergen fischt – und warum das für die Sicherheit auf Recyclinghöfen so wichtig ist.

Karlsruher Drogeriemarkt-Kette dm startet Online-Apotheke

Kopfschmerztabletten per Mausklick: dm steigt ins Online-Arznei-Geschäft ein. Was sich für Kundinnen und Kunden jetzt ändert und warum der Apothekerverband warnt.

Polizist erschießt Mann in Bruchsal: Ermittlungsergebnis steht fest

Ein Mann greift Polizisten mit einem Messer und einem Fleischerbeil an - ein Beamter schießt und verletzt den Angreifer tödlich. War das rechtens? Ermittler kommen zu einem klaren Ergebnis.

Monate nach Zugunglück in Riedlingen: Überlebende kämpfen mit den Folgen

Annika Kling und Efe Yüksel saßen im Regionalzug, der im Juli bei Riedlingen entgleiste. Beide berichten Monate später von Schmerzen, Angst und Erinnerungen, die sich nicht abschütteln lassen.

Mehr Geld für Städte, Gemeinden und Landkreise: Wie das Land die Milliarden aus Berlin verteilt

Finanzspritze für die Kommunen, neue Investitionen in Straßen, Unikliniken und Landesgebäude: Das Land hat mehr Geld zur Verfügung. Wer besonders profitiert.
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.