News aus der Fächerstadt
Bezahlbarer Wohnraum in Karlsruhe: Neues Ankaufskonzept der Volkswohnung

News aus der Fächerstadt Bezahlbarer Wohnraum in Karlsruhe: Neues Ankaufskonzept der Volkswohnung

Quelle: Melanie Hofheinz

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und die Volkswohnung informierten über einen neuen Baustein im Ankaufskonzept. So möchte die Volkswohnung durch den Ankauf bestehender Mehrfamilienhäuser im Innenstadtbereich weiteren bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Bezahlbarer Wohnraum in Karlsruhe

Wohnen in der Stadt soll für alle möglich sein – doch die Herausforderungen sind durch Baukostensteigerungen und Flächenknappheit groß. Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Volkswohnungs-Geschäftsführer Stefan Storz informierten nun gemeinsam über einen neuen Baustein, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Als Teil eines breiter angelegten Ankaufskonzepts möchte die Volkswohnung auch durch den Ankauf bestehender Mehrfamilienhäuser im Innenstadtbereich langfristig weiteren bezahlbaren Wohnraum in Karlsruhe zur Verfügung stellen, wird in einer Pressemeldung erklärt.

 

Karlsruhes hat moderates Mietpreisniveau

In der Fächerstadt gibt es über 158.000 Wohnungen, davon sind fast 8,5 Prozent eine Volkswohnung. Als größte Vermieterin in der Stadt trägt das kommunale Immobilienunternehmen zur Stabilisierung der Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt bei.

Mit einer Durchschnittsmiete von 6,31 Euro/m² liegt die Volkswohnung unter den marktüblichen Mieten. Verglichen mit anderen baden-württembergischen Großstädten weist Karlsruhe zwar ein noch immer moderates Mietpreisniveau auf, dennoch sind auch hier die ortsüblichen Mietpreise gestiegen.

Insgesamt hat sich die mittlere Nettokaltmiete pro Quadratmeter im Stadtgebiet zwischen 2012 und 2020 um durchschnittlich 2,7 Prozent pro Jahr erhöht. Die Angebotsmieten, also die Mietpreise bei Neuvermietungen, liegen im gesamten Stadtgebiet bei durchschnittlich 12 Euro/m², wird weiter informiert.

 

Experten rechnen mit Bevölkerungswachstum

Hinzu kommt, dass Karlsruhe mittel- bis langfristig eine wachsende Stadt ist: Mit hoher Lebensqualität und eingebunden in eine wirtschaftlich starke und zukunftsfähige Region rechnen Experten mit einem Bevölkerungswachstum auf knapp 330.000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2035, geht aus der Pressemeldung hervor.

Der Bedarf an Wohnraum, vor allem an bezahlbarem, wird somit steigen. In Zeiten von historischen Baukostensteigerungen und Flächenmangel werden Neubautätigkeiten die Situation allein nicht auflösen können.

„Damit Wohnen bezahlbar bleibt, müssen wir mit vielfältigen, auch kleinteiligen Strategien reagieren. Ein Ziel muss es sein, den Wohnungsbestand der öffentlichen Hand – in dem Fall der Volkswohnung – kontinuierlich zu steigern. Da gerade in zentralen Stadtteilen freie Grundstücke rar sind, rücken Ankaufskonzepte für diese Gebiete in einen besonderen Fokus“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Hintergründe.

 

Die Idee: Übernahme von Altbaubeständen

Nicht nur durch Neubaumaßnahmen, sondern auch durch die Übernahme von Altbaubeständen will die Volkswohnung ihren Wohnungsbestand steigern, um langfristig die Bezahlbarkeit für diese Wohneinheiten zu sichern. Mehrfamilienhäuser sollen aufgekauft, bei Bedarf saniert und im Anschluss als bezahlbarer, teils mietpreisgebundener Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.

Die weitere Verwaltung und Bewirtschaftung liegt bei der Volkswohnung. Mit dem Angebot sollen insbesondere ältere Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern angesprochen werden, denen auch langfristig daran gelegen ist, dass ihre Mieterschaft bezahlbar und sicher wohnt, die aber mit der Verwaltung ihrer Immobilie zunehmend herausgefordert sind, wird erklärt. Auch ein direkter Verkauf an die Volkswohnung eine denkbare Variante.

„Am Ende bedarf es einer gesellschaftlichen Initiative, denn wir sind auf das öffentliche Interesse angewiesen, um das Konzept überhaupt mit Leben füllen zu können. Mit diesem Angebot haben wir die Möglichkeit, sowohl für die Eigentümerinnen und Eigentümer als auch für die Stadtgesellschaft einen Mehrwert zu generieren und – neben allen anderen Aktivitäten – langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern“, betont Mentrup.

 

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