News aus Baden-Württemberg
Bis zu 76 Prozent mehr Besucher: EM belebt die Innenstädte

News aus Baden-Württemberg Bis zu 76 Prozent mehr Besucher: EM belebt die Innenstädte

Quelle: Stefan Puchner/dpa/Archivbild
dpa

In den Stadtzentren war viel los am ersten Wochenende der Fußball-Europameisterschaft: Allein in den Austragungsorten wurden fast eine halbe Million mehr Menschen gezählt als sonst.

Die Fußball-EM beschert den deutschen Innenstädten viel Zulauf. Vor allem in den Spielorten lagen die Besucherzahlen am Wochenende deutlich höher als üblich. Das geht aus Zahlen hervor, die das Kölner Handelsforschungsinstitut IFH und der Dienstleister Hystreet am Montag veröffentlicht haben. In den Innenstädten der austragenden Städte waren von Freitag bis Sonntag demnach knapp eine halbe Million mehr Menschen unterwegs.

Besonders groß war das Aufkommen in Stuttgart. 280.958 Menschen wurden in der Königstraße in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gezählt. Begünstigt durch den verkaufsoffenen Sonntag lag die Passantenfrequenz damit 76 Prozent über dem Durchschnitt (159.215).

Einen starken Anstieg von jeweils mehr als 40 Prozent verzeichneten auch die großen Einkaufsstraßen in München und Dortmund. Auf dem Dortmunder Westenhellweg bewegten sich 165.437 Menschen (Schnitt: 117.437), auf der Kaufingerstraße in München 300.995 (211.103). In München war am Freitag das Eröffnungsspiel zwischen der deutschen und der schottischen Nationalmannschaft ausgetragen worden.

Die Schadowstraße in Düsseldorf und die Friedrichstraße in Berlin kamen bei den gemessenen Passanten auf ein Plus von je knapp 30 Prozent. Überdurchschnittlich viel los war auch in Frankfurt und Leipzig, wo am Wochenende noch keine Spiele stattgefunden haben. In Städten, die kein Austragungsort sind, wurden ebenfalls deutlich höhere Werte registriert. In Hannover, Bielefeld, Bremen, Dresden und Nürnberg lagen die Zahlen zwischen 4 und 17 Prozent über dem Schnitt.

«Belebung mit Events sind also ein Schlüssel für belebte Innenstädte», sagte der Geschäftsführer des IFH Köln, Boris Hedde. Das Wochenende zeige, wie viel wirtschaftliche Strahlkraft in der Fußball-EM liege. «Public Viewing zieht – wie wir sehen – trotz verhaltenem Wetter Menschen in die Stadt», so Hedde.

Die Passantenfrequenzen werden von Hystreet in 110 Städten an 311 Standorten mit Laserscannern rund um die Uhr das ganze Jahr über vollautomatisch gezählt. Die Genauigkeit liegt nach Angaben des Unternehmens bei 99 Prozent. Die digitalen Daten sind für jedermann abrufbar auf der Plattform www.hystreet.com.

 

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