Nachrichten
Bundeswehr drängt auf Zulassung von Vollblut

Nachrichten Bundeswehr drängt auf Zulassung von Vollblut

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
dpa

Im Katastrophenfall könnten mehr Menschenleben gerettet werden – doch Gesetze verhindern den Einsatz von nicht zuvor aufgeteilten Blutspenden.

Die Bundeswehr würde im Falle einer Krise mit vielen Verletzten gern sogenanntes Vollblut verwenden. Das sei aber gegenwärtig im deutschen Katastrophenschutz nicht erlaubt, sagte die Oberfeldärztin Diana Sauer, Direktorin der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämotherapie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie vom 17. bis 19. September in Mannheim.

Blutspenden werden in Deutschland in Einzelbestandteile wie Blutkörperchen, -plättchen oder -plasma aufgeteilt. Als Vorteil wird genannt, dass Patienten nur das bekommen, was sie brauchen, dass die Risiken geringer sind und die Blutprodukte länger halten.

 

«Das Mittel der Wahl»

Im Fall eines militärischen oder terroristischen Angriffs oder nach einer Naturkatastrophe wäre Vollblut aus Sicht Sauers «das Mittel der Wahl». Damit könne man «effektiver und schneller» mehr Menschen helfen. Die Bundeswehr würde dafür «lieber heute als morgen» die Zulassung bekommen, sagte Sauer. Das scheitere bisher allerdings an einer sehr starken Reglementierung durch gleich zwei Gesetze.

Am besten geeignet sei Vollblut der Blutgruppe O-negativ, da es am breitesten einsetzbar sei. Zwar gebe es bereits heute phasenweise Engpässe bei Blutspenden – Sauer ist aber zuversichtlich, dass im Notfall die Motivation in der Bevölkerung sehr groß wäre, Blut zu spenden.

 

Weitere Nachrichten

Großbrand in Karlsruher Reifenlager

Meterhohe Flammen, dichter Rauch: In Karlsruhe geht ein Reifenlager in Flammen auf. Wie die Feuerwehr Schlimmeres verhindern konnte.

Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angst und Panik

Tausende Teenagerinnen in Baden-Württemberg wachen nachts schweißgebadet auf, weil Panikattacken sie quälen. Denn die Pandemie hat Folgen – besonders bei jungen Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren.

Autos auf Fußballplatz "Drifter" ruinieren Sportplätze - Vereine sind frustriert

Tiefe Furchen, teure Schäden: Mehrere Sportplätze sind nach Auto-Stunts von Unbekannten kaum noch zu bespielen. Vereine bangen um ihren Saisonstart – und die Kommunen fürchten hohe Reparaturkosten.

Tourismus im Land: So viele Menschen planen 2026 eine Urlaubsreise

Die Wirtschaft in Deutschland strauchelt, viele Jobs stehen auf dem Spiel. Die Reiselust in Deutschland ist dennoch ungebrochen. Ein großer Teil der Menschen will 2026 in den Urlaub fahren.

Diese Acts wollen für Deutschland beim ESC antreten

Von Balladen bis Italo-Pop: Im deutschen ESC-Finale treten Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland an. Wer schafft den Sprung nach Wien?

EnBW setzt Windpark-Projekt in Irischer See nicht fort

Zu unberechenbar die Risiken und keine staatliche Förderung durch Großbritannien. Die EnBW kehrt einem Windpark-Großprojekt in der Irischen See den Rücken.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.