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Schulstart im Südwesten – Es fehlen wieder mehr Lehrkräfte

Nachrichten Schulstart im Südwesten – Es fehlen wieder mehr Lehrkräfte

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

In den letzten Jahren konnte die Kultusministerin vor dem Schulstart einen Rückgang des Lehrermangels verkünden. In diesem Jahr verhaut ihr aber ein Softwarefehler die Bilanz. Wo fehlt es besonders?

Weil vor den Sommerferien plötzlich 1.440 unbesetzte Lehrerstellen aufgetaucht sind, bleiben im Südwesten kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs deutlich mehr Lehrerstellen unbesetzt als noch in den vergangenen Jahren. Wenige Tage vor dem Schulstart seien noch 1.159 Stellen nicht besetzt, teilte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) in Stuttgart mit. Hintergrund ist ein Softwarefehler. Im Vorjahr hatte die Zahl der offenen Stellen bei 250 gelegen, 2023 waren 565 Stellen vakant.

Abgesehen von den 1.440 Lehrerstellen sei man bei der Lehrkräfteeinstellung auf einem guten Weg, so Schopper. Wären diese nicht zu besetzen gewesen, hätte sie zum Beginn des Schuljahrs verkünden können, dass man alle offenen Stellen besetzt habe, sagte die Ministerin. Man habe in diesem Jahr bereits 500 Stellen mehr besetzen können als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr.

Großer Mangel im sonderpädagogischen Bereich

Die meisten Lehrkräfte fehlen nach Angaben des Kultusministeriums im Bereich der Sonderpädagogik. Alleine dort konnten rund 350 Lehrerstellen nicht besetzt werden. Probleme gibt es auch an den beruflichen Schulen und den Grundschulen sowie bei der Einstellung von Fachlehrern etwa für Musik oder Technik.

Kurz vor Beginn der Sommerferien hatte das Kultusministerium einräumen müssen, dass über Jahre 1.440 Lehrerstellen wegen eines Softwarefehlers nicht besetzt waren. Die Aufarbeitung des Fehlers laufe, sagte Schopper. Eine Arbeitsgruppe solle bis Weihnachten einen Untersuchungsbericht vorlegen.

Die Einstellung von Lehrkräften auf die 1.440 Stellen läuft noch bis Ende Oktober. Schopper ist zuversichtlich, dass bis dahin noch einige Stellen besetzt werden können. Sie glaube, dass man die Zahl der offenen Stellen bis dahin noch auf eine Größe im mittleren dreistelligen Bereich senken könne, sagte die Grünen-Politikerin.

 

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