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Darum schickt die Polizei zwei neue E-Autos auf die Autobahn

News Darum schickt die Polizei zwei neue E-Autos auf die Autobahn

Quelle: Steffen Schmid/Innenministerium Baden-Württemberg/dpa
dpa

Audi Q6 e-tron und BMW i5 Touring im Einsatz: Schafft die Polizei mit Stromern wirklich 550 Kilometer pro Schicht und welche Rolle spielt eine Ladesäule? Was hinter dem neuen Technik-Test steckt.

Mit zwei neuen batteriebetriebenen Streifenwagen und einer speziellen Schnellladesäule will die Polizei herausfinden, ob sie Einsätze auch auf Autobahnen mit Elektrofahrzeugen stemmen kann. Der Audi Q6 e-tron und der BMW i5 Touring sind nach Angaben des Innenministeriums mit sogenannten Datenloggern ausgestattet, um ihre Leistung und Reichweite unter realen Bedingungen zu messen. Die durchschnittliche Reichweite liege bei rund 550 Kilometern.

Die Fraunhofer-Gesellschaft begleite den zweijährigen Pilotversuch bei der Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim wissenschaftlich.

Die batteriegepufferte Ladesäule der Firma ads-tec Energy aus Nürtingen bei Stuttgart hat laut Mitteilung eine Ladeleistung von 300 Kilowatt. Die integrierte Batterie speichere bis zu 201 Kilowattstunden. Durch den integrierten Pufferspeicher soll auch an schwachen Netzanschlüssen Laden innerhalb von 30 Minuten möglich sein. Zwei Fahrzeuge können gleichzeitig geladen werden.

 

Zwölf Prozent E-Fahrzeuge in der Polizeiflotte

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach von einem «Technik-Turbo für unsere Polizei». Die Pforzheimer Verkehrspolizei teste die Schnellladesäule und die beiden Elektrofahrzeuge nun auf Herz und Nieren.

Die Polizei im Südwesten hat dem Ministerium zufolge 5.400 Fahrzeuge. Davon seien rund 630 – knapp zwölf Prozent – elektrisch angetrieben.

 

Ausgleichsmöglichkeiten bei Angriffen auf Energieversorgung

Nach Auffassung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) ist das Speichern von Energie auch bei Angriffen auf das Netz von großer Bedeutung. Polizei und alle Behörden mit Sicherheitsaufgaben sowie Rettungsdienste bräuchten in so einem Fall Ausgleichsmöglichkeiten, teilte der Landesverband mit. «Sonst stehen die E-Fahrzeuge auf dem Hof.»

DPolG-Landeschef Dirk Preis sagte der Mitteilung zufolge: «Wenn jetzt auch noch auf dem großen Areal der Verkehrspolizei Pforzheim Solartechnik installiert werden würde, damit auch eigener Strom produziert wird, wären wir auf dem richtigen Weg.» Angriffe auf kritische Infrastruktur zeigten, dass gerade die Polizei unabhängiger werden müsse.

 

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