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Debatte um Rentenreform: Flexible Altersgrenze – Rentenstart je nach Job?

News Debatte um Rentenreform: Flexible Altersgrenze – Rentenstart je nach Job?

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Dass die Rente reformiert werden muss, ist relativ unstrittig. Wie genau, prüft derzeit eine Kommission. Grünen-Spitzenkandidat Özdemir hat einen Vorschlag.

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat sich dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter flexibel zu gestalten. «Starre Altersgrenzen sind sicherlich nicht mehr zeitgemäß», sagte der Grünen-Politiker dem «Handelsblatt».

Konkret kann sich Özdemir vorstellen, den Rentenbeginn von der Berufsgruppe und den Beitragsjahren abhängig zu machen. «Es wird so getan, als würde die Republik nur noch aus Dachdeckern bestehen. Nehmen Sie meine Berufsgruppe: Das Beispiel Winfried Kretschmann zeigt, dass viele auch länger arbeiten können und wollen.» Eine pauschale Anhebung des Eintrittsalters in die Rente lehnte Özdemir ab. Derzeit wird das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

Rentenkommission soll Vorschläge machen

Die Bundesregierung hat eine Rentenkommission eingesetzt, die bis Mitte des Jahres Vorschläge für eine grundlegende Reform der Altersvorsorge vorlegen soll. Dabei geht es darum, wie die Rente gesichert und eine Überlastung von Beitrags- und Steuerzahlern vermieden werden kann – auch nach dem immer zahlreicheren Renteneintritt der Babyboomer.

CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, Özdemirs Kontrahent bei der Landtagswahl am 8. März, hatte jüngst im «Handelsblatt» betont, dass er die Rente ab 70 für unausweichlich halte. «Natürlich werden wir aufgrund der steigenden Lebenserwartung irgendwann bis 70 oder länger arbeiten müssen», sagte Hagel. Damit meine er nicht die Menschen, die jetzt vor der Rente stünden. «Ich spreche von meiner Generation oder der meiner drei kleinen Kinder. Dass die mal nicht mit 67 in Rente gehen, ist allen klar.»

 

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