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Dem Gestank auf der Spur: Stinkt es in Ulm? App soll Gerüche identifizieren

News Dem Gestank auf der Spur: Stinkt es in Ulm? App soll Gerüche identifizieren

Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
dpa

Geruchsbeschwerden in Ulm häufen sich. Ein Forschungsprojekt testet nun, ob Meldungen per App helfen können, den Ursachen des Miefs auf die Spur zu kommen.

Die Geruchspalette in größeren Städten ist breit. Undefinierbarer Mief gehört in manchen Ecken und Straßen definitiv dazu. In Ulm gibt es so viele Beschwerden über Gestank, dass ein Forschungsprojekt der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) den Gerüchen nun auf die Spur geht. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Bürgerinnen und Bürger können ein Jahr lang auffällige Gerüche per Smartphone melden. Für das Projekt nutzen die Teilnehmenden die App «Ortelium». Dort werden Geruchsmeldungen gesammelt und mit meteorologischen Daten sowie Modellen verknüpft.

So soll geprüft werden, aus welchen Entfernungen Gerüche wahrgenommen werden können und ob sich mögliche Verursacher eingrenzen lassen. Ergebnisse soll es erst Anfang 2027 geben.

Stinkt es in Ulm besonders schlimm?

Ob Ulm wirklich so sehr müffelt, dass ein Forschungsprojekt nötig ist, konnten weder Stadt noch Landesamt sagen. «Ulm ist eine Großstadt, und das bringt an manchen Orten auch typische Gerüche mit sich», sagte ein Stadtsprecher. Ob eine Stadt gut oder schlecht rieche, sei eine sehr individuelle Wahrnehmung.

«Bei der Stadt gingen in den vergangenen Jahren immer wieder einmal Geruchsbeschwerden ein, die teilweise keiner Quelle zugeordnet werden konnten», erklärte eine Sprecherin des Landesamts. Deswegen sei Ulm aus Sicht der LUBW gut dafür geeignet, die App und damit auch ein modernes Geruchs-Beschwerdemanagementsystem zu testen. Gefördert wird das Ganze vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Geruchsmelder können alle Bürgerinnen und Bürger aus Ulm und Umgebung werden. Interessierte können sich immer noch bei der Stadt melden.

 

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