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Diese Galeria-Filialen stehen in Baden-Württemberg auf dem Prüfstand

News Diese Galeria-Filialen stehen in Baden-Württemberg auf dem Prüfstand

Quelle: Oliver Berg/dpa
dpa

Die Warenhauskette Galeria will ihr Filialnetz verkleinern. In fünf Städten in Baden-Württemberg müssen Standorte um ihre Zukunft zittern – und Beschäftigte um ihren Job.

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria kämpft erneut um ihre Zukunft – und der Südwesten ist mittendrin. Fünf Filialen im Land stehen auf einer Liste von bundesweit 33 Standorten, die auf ihre Rentabilität geprüft werden sollen. Das teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Galeria will mit den Vermietern über Konditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet.

Diese Standorte sind Teil der Liste

Bei einigen Häusern laufen die Gespräche mit den Vermietern demnach bereits, bei anderen sollen sie nun beginnen. In Baden-Württemberg sind folgende Filialen betroffen:

  • Freiburg (Europaplatz)
  • Heilbronn
  • Mannheim
  • Offenburg
  • Singen

Ausschlaggebend für die Auswahl waren den Angaben zufolge unter anderem Mietbelastung und Ertragskraft. Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock teilte mit: «Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten.» Wann Entscheidungen fallen, ließ eine Unternehmenssprecherin offen.

Konzern seit Jahren in der Krise

Alle 83 Warenhäuser müssten nachhaltig profitabel wirtschaften, hieß es. Da alle Filialen diesbezüglich Optimierungspotenzial hätten, sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft Galeria auch den Umzug in geeignetere Immobilien und Neueröffnungen. Im Juni wurde bereits bekannt, dass rund 30 Filialen als gefährdet gelten. Mehrere Vermieter beklagten in den vergangenen Monaten, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt worden seien. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und räumte ein, die Vermieter um eine Stundung gebeten zu haben.

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Der Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem hat Galeria auch neue Eigentümer: Das Unternehmen gehört einer US-Investmentgesellschaft und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

Die Krise des Konzerns, der aus der Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt hervorgegangen war, ging in den vergangenen Jahren auch am Südwesten nicht spurlos vorüber. Geschlossen wurden unter anderem Warenhäuser in Esslingen, Göppingen, Heidelberg (Bismarckplatz), Leonberg, Mannheim (N7), Pforzheim, Reutlingen sowie in Stuttgart (Eberhardstraße und Bad Cannstatt). Dabei gingen Hunderte Jobs verloren.

 

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