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Drei tote Schafe im Landkreis Calw – war es ein Wolf?

News Drei tote Schafe im Landkreis Calw – war es ein Wolf?

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
dpa

Im Landkreis Calw werden tote Schafe und ein verletztes Tier entdeckt. Noch ist unklar, ob ein Wolf diese gerissen hat. Was Fachleute nun untersuchen und wie das Land Tierhalter unterstützt.

Nach dem Fund toter Schafe im Landkreis Calw prüfen Fachleute, ob die Tiere einem Wolf zum Opfer gefallen sind. Der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg seien zwei tote Schafe in der Gemeinde Egenhausen gemeldet worden, teilte das Umweltministerium mit. Ein weiteres Schaf sei verletzt gewesen und habe erlöst werden müssen. «Ein Wolf als Verursacher kann zum aktuellen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden», hieß es.

 

DNA-Test soll Klarheit bringen

Der Wildtierbeauftragte des Landkreises dokumentierte den Angaben nach die Situation vor Ort. Auch seien genetische Abstrichproben genommen worden. Die FVA ist mit dem Wolfsmonitoring in Baden-Württemberg beauftragt.

Egenhausen liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. Innerhalb eines solchen Gebietes unterstützt das Land Tierhalter dabei, für die Abwehr von Wölfen geeignete Weidezäune und Herdenschutzhunde anzuschaffen.

 

Vier Wölfe sesshaft

In Baden-Württemberg sind bisher vier sesshafte männliche Wölfe bekannt – also solche, deren Spuren sich über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten verfolgen lassen. Einer mit der wissenschaftlichen Kennzeichnung GW852m streift im Territorium Enztal umher. Ein anderer trägt die Bezeichnung GW2672m und streunt durch das Territorium Hornisgrinde. GW4389m ist im Grenzgebiet der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen unterwegs, während GW1129m als Stammgast im Südschwarzwald gilt.

Jüngst hatte ein Bild aus einer Fotofalle bei Forbach (Landkreis Rastatt) für Aufsehen gesorgt, dass gleich zwei Wölfe auf einmal zeigte. Ein seltenes Motiv, das möglicherweise ein Wolfspaar zeigt. Ein neues Rudel wäre dann möglich.

 

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