News
Drohen steigende Preise? Tarifrunde bei Hotels und Gastro

News Drohen steigende Preise? Tarifrunde bei Hotels und Gastro

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Die Gastronomie leidet vielerorts unter Einbußen. Höhere Kosten für Energie, Miete und Lebensmittel führen zu höheren Preisen – nun stehen Tarifverhandlungen an.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht auf die Verbraucher steigende Preise zukommen, wenn sich die Gewerkschaft in der kommenden Tarifrunde mit Forderung nach 9 Prozent mehr Geld durchsetzt. Der Vorsitzende der Tarifkommission der Dehoga Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Kauderer, sagte in Stuttgart: «Das wäre auch nicht im Sinne der Beschäftigten, die ihre Arbeitsplätze behalten wollen: Dass die Zahl der Restaurants mit Bedienung im Land in den letzten zehn Jahren um fast 20 Prozent gesunken ist, verdeutlicht den hohen wirtschaftlichen Druck, unter dem das personalintensive Gastgewerbe steht.»

Im Hotel- und Gaststättengewerbe im Südwesten waren Ende vergangenen Jahres 132.000 sozialversicherungspflichtige Personen beschäftigt, wie die Arbeitgeber weiter mitteilten. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verlangt 9 Prozent mehr Geld und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 200 Euro. Weiterhin peilt sie einen Einstieg in Gespräche über die Zahlung von Zuschlägen für Wochenendarbeit an. NGG-Gewerkschaftsfunktionär Alexander Münchow sagte: «Wer eine Ausbildung hat, muss als Fachkraft auch von dem Lohn leben können. Daher ist ein deutliches Plus nötig! Nur so kann die Branche attraktiv bleiben.»

 

Letzter Tarifabschluss im Frühjahr

Die Gewerkschaft argumentiert unter anderem, dass die Branche von der geplanten Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent zum 1. Januar 2026 dauerhaft profitieren würde. Ob dadurch die Preise auf den Speisekarten sinken, ist allerdings fraglich. Dehoga-Tarifexperte Kauderer hielt dagegen, dass die Betriebe unter einem hohen Kostendruck und unter der zunehmend spürbaren Konsumzurückhaltung der Gäste litten. Er forderte eine «verantwortungsvolle Tarifpolitik» von der Gewerkschaft. Der NGG-Vertreter entgegnete, die Beschäftigten verdienten «für ihre harte Arbeit» zu wenig.

Im Frühjahr hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf sieben Prozent mehr Geld ab April 2025 geeinigt. Gültig sei der neue Entgeltvertrag bis zum 31. Dezember. Ein Verhandlungstermin für die nun anstehende Tarifrunde stand zunächst nicht fest.

 

Weitere Nachrichten

Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angst und Panik

Tausende Teenagerinnen in Baden-Württemberg wachen nachts schweißgebadet auf, weil Panikattacken sie quälen. Denn die Pandemie hat Folgen – besonders bei jungen Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren.

Autos auf Fußballplatz "Drifter" ruinieren Sportplätze - Vereine sind frustriert

Tiefe Furchen, teure Schäden: Mehrere Sportplätze sind nach Auto-Stunts von Unbekannten kaum noch zu bespielen. Vereine bangen um ihren Saisonstart – und die Kommunen fürchten hohe Reparaturkosten.

Tourismus im Land: So viele Menschen planen 2026 eine Urlaubsreise

Die Wirtschaft in Deutschland strauchelt, viele Jobs stehen auf dem Spiel. Die Reiselust in Deutschland ist dennoch ungebrochen. Ein großer Teil der Menschen will 2026 in den Urlaub fahren.

Diese Acts wollen für Deutschland beim ESC antreten

Von Balladen bis Italo-Pop: Im deutschen ESC-Finale treten Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland an. Wer schafft den Sprung nach Wien?

EnBW setzt Windpark-Projekt in Irischer See nicht fort

Zu unberechenbar die Risiken und keine staatliche Förderung durch Großbritannien. Die EnBW kehrt einem Windpark-Großprojekt in der Irischen See den Rücken.

Schlag gegen Bande: Ein Kilo Heroin bei Drogenrazzia sichergestellt

Ein Kilogramm Heroin, scharfe Schusswaffen und Luxusgüter: Die Polizei nimmt bei einer Razzia fünf Verdächtige fest.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.