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Eine besondere Reise Mit „Emma“ und „Kaya“ auf Tour

News Eine besondere Reise Mit „Emma“ und „Kaya“ auf Tour

Quelle: Harald Tittel/dpa
dpa

Ein Schweizer ist mit seinem Liegerad samt Wohnanhänger ein Hingucker. Seit Mai ist er unterwegs, passiert mehrere Bundesländer, und erfährt viel Hilfsbereitschaft.

Radler Roland Zeller fällt auf. Mit seinem Trike-Liegerad und dem selbstgebauten Wohnanhänger im Kleinformat zieht er die Blicke auf sich. Am Straßenrand stehende Menschen winken, andere Radfahrer grüßen, Autofahrer hupen und recken den Daumen.

Der 52-jährige Schweizer ist Anfang Mai in seinem Wohnort Reichenburg (Schweiz) gestartet, wie er erzählt. Eigentlich wollte er nur mal nach Köln und im September wieder zu Hause sein. Jetzt habe er sein Vorhaben geändert mit dem Ziel Südfrankreich oder Spanien, zum Überwintern.

Sein Weg führte ihn bereits entlang der Mosel durch Rheinland-Pfalz, derzeit macht er nach eigenen Angaben bei Weisweil am Rhein in Baden-Württemberg Station. Immer mit dabei: «Emma», der auffällige Wohnanhänger, und Hündin «Kaya».

Die Fahrerei tue ihm gut, sagt Zeller. Im Alter von 28 Jahren sei bei ihm Multiple Sklerose diagnostiziert worden, seit sieben Jahren sei er in Rente. «Es ging einfach nicht mehr.»

Vor zwei Jahren begann er mit dem Fahrradreisen. Dabei ist er flexibel, fährt am Tag so weit, wie er und seine Hündin «Kaya» es schaffen. «Für mich ist die Reise mit dem Rad total entschleunigend. Ich habe Bewegung, brauche weniger Medikamente und habe gute Gedanken.» Seit Mai hat der Radler etwa 1.600 Kilometer hinter sich gebracht, wie er weiter erzählt. Hunderte liegen noch vor ihm bis zum Ziel.

Und was sagen die Menschen, denen er begegnet? «Ich habe bislang eigentlich nur gute Eindrücke gewonnen. Egal, ob mit Behörden, Radlern, Auto- oder Lkw-Fahrer, alle sind freundlich und hilfsbereit. Als mir die Anhängerkupplung gebrochen ist, habe ich schnelle Hilfe erhalten. Manchmal werde ich zu einem Frühstück eingeladen, manchmal darf ich sogar duschen. Das ist toll.»

 

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