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Energiequelle der Zukunft: Fusionsforschung in Garching, Biblis und Karlsruhe

News Energiequelle der Zukunft: Fusionsforschung in Garching, Biblis und Karlsruhe

Quelle: Stefan Sauer/dpa
dpa

Kernfusion gilt als mögliche Energiequelle der Zukunft. Doch dafür ist noch viel Forschungsarbeit erforderlich. Der Grundstein dafür soll in drei «Hubs» gelegt werden.

Drei sogenannte Forschungshubs sollen Deutschland dem Ziel des weltweit ersten kommerziellen Kernfusionskraftwerks näherbringen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gab in Berlin den Startschuss für das ambitionierte Vorhaben. Die Hauptstandorte sind demnach Karlsruhe, das südhessische Biblis sowie Garching bei München, wo bereits der erste Forschungsreaktor zur Kernfusion gebaut wird. Auch Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg sind an den «Hubs» beteiligt.

«Fusion kann unsere Energieprobleme der Zukunft lösen», erläuterte Bär. Deshalb sei es wichtig, «dass wir am Steuer sitzen und nicht nur Beifahrer sind». Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch lassen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. Weltweit wird daran geforscht, ob und wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden kann.

Magnetfusion oder Laserfusion?

Auch das erfolgversprechendste Verfahren ist noch unklar. Die Fusion mittels Magnetfeldern soll vor allem an den bayerischen Standorten Garching und Gundremmingen sowie in Mecklenburg-Vorpommern erforscht werden, dort sind Standorte in Rostock und Stralsund an dem Vorhaben beteiligt. In Biblis soll es mit Unterstützung aus der Unis in Hamburg und Kiel um die laserbasierte Kernfusion gehen. Karlsruhe bearbeitet unterdessen die Themen Brennstoffkreislauf und Materialentwicklung, die für den Betrieb eines Fusionskraftwerks erforderlich sind.

Das erste kommerzielle Kernfusionskraftwerk der Welt soll nach dem Willen der Bundesregierung in den 2040er Jahren in Deutschland seinen Betrieb aufnehmen. Deshalb fördert das Forschungsministerium die drei Hubs in einer ersten Runde mit 125 Millionen Euro. Diese Summe soll durch die Bundesländer sowie privaten Investoren aufgestockt werden. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) sprach von einem «richtig guter Tag für die deutsche Forschungslandschaft», und ihr bayerischer Amtskollege Markus Blume (CSU) betonte: «Fusion ist eine Jahrhundertchance.»

 

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