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Erneuerbare Energien: 13 neue Windräder im ersten Halbjahr

News Erneuerbare Energien: 13 neue Windräder im ersten Halbjahr

Quelle: Marcus Brandt
dpa

In den vergangenen Jahren lief der Bau von Windrädern im Land schleppend. Von Januar bis Juni hat sich die Leistung der neuen Anlagen zwar nahezu verdoppelt. Doch das klingt besser, als es ist.

Der Windkraftausbau in Baden-Württemberg nimmt nur schleppend Fahrt auf. Wie aus einer Auswertung der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg und des Bundesverbands Windenergie hervorgeht, wurden im ersten Halbjahr 13 neue Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 53 Megawatt gebaut. Gemessen an der Leistung war das ein Plus von fast 87 Prozent im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2024.

Bundesweit waren es im selben Zeitraum mehr als 400 Anlagen an Land, davon 117 in Nordrhein-Westfalen und 91 in Niedersachsen. Zugleich wurden 210 ältere Windräder stillgelegt. Im Südwesten waren es fünf. Der Bestand wuchs also. Die vorläufigen Zahlen stammen demnach von der Bundesnetzagentur. Durch Nachmeldungen könnten sich diese aber noch geringfügig ändern. Der Grund: Die Eigentümer können die Anlagen auch noch im Monat nach deren Errichtung registrieren.

Verbände: Ausbau ist zu langsam

Trotz der etwas besseren Zahlen geht der Ausbau aus Sicht der Verbände nicht schnell genug. Insgesamt sind in Baden-Württemberg nun gut 800 Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 1.950 Megawatt in Betrieb. «Damit ist erst ein Sechstel des Ausbaus geschafft», hieß es.

Bis 2040 braucht es den Verbänden zufolge im Südwesten 3.000 Windräder mit einer Leistung von 12.000 Megawatt, um Haushalte und Industrie günstig und sicher mit Strom zu versorgen. «Pro Jahr ist daher in den kommenden 16 Jahren eine zusätzliche Leistung von über 600 Megawatt nötig. Das entspricht mehr als 100 Windrädern». Zum Vergleich: 2023 gingen dem Umweltministerium zufolge 19 neue Windräder mit einer Leistung von 75 Megawatt in Betrieb. Im vergangenen Jahr waren es 17 Anlagen mit 81 Megawatt.

Viele neue Anlagen in NRW und Niedersachsen

Im Bundesländervergleich liegt der Südwesten – gemessen an der zugebauten Leistung – im Mittelfeld. Spitzenreiter waren Nordrhein-Westfalen (598,1 MW), Niedersachsen (502,3 MW) und Schleswig-Holstein (341,1 MW). Weniger Zubau als im Südwesten gab es etwa in Hessen, Bayern, Sachsen und Thüringen. Im Saarland sowie in den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gab es demnach im ersten Halbjahr keinerlei Zuwachs.

Die Landesregierung hatte zuletzt immer wieder die Ziele zum Windkraftausbau zurückschrauben müssen. Im Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz ist die Rede von 1.000 neuen Windrädern im Land. Diese Zahl hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann schon länger einkassiert. Ende 2022 hatte der Grünen-Politiker das Ziel ausgegeben, im Jahr 2024 100 neue Windräder zu bauen. Dieses Ziel hatte er Anfang 2024 wieder infrage gestellt.

 

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