News aus Baden-Württemberg
Erneut Rekordzahl bei Brandeinsätzen der Feuerwehr im Land

News aus Baden-Württemberg Erneut Rekordzahl bei Brandeinsätzen der Feuerwehr im Land

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Die Temperaturen des vergangenen Jahres haben Rekorde gebrochen. Auch etliche Unwetter sorgten für Schlagzeilen. Die Folge: Die Feuerwehren sind fortwährend unterwegs, um zu löschen und zu retten.

Die baden-württembergische Feuerwehr ist vor allem wegen der Rekordtemperaturen im vergangenen Jahr so oft zu Brandeinsätzen ausgerückt wie nie zuvor. Nach Angaben des Innenministeriums von Montag stieg die Zahl dieser Einsätze nach dem Höchstwert aus dem Jahr 2022 erneut um 1,5 Prozent auf einen weiteren Rekord. Lediglich im sogenannten Jahrhundertsommer 2003 waren die Zahlen ähnlich hoch gewesen. Auch insgesamt rückte die Feuerwehr laut Statistik 2023 häufiger aus als im Jahr zuvor. Grund waren vor allem die Unwetter.

Laut Innenministerium kamen im vergangenen Jahr 133 994 Einsätze und Alarmierungen zusammen (2022: 124 335). Den größten Anteil mit 46 Prozent hatten technische Hilfeleistungen wie zum Beispiel das Retten von Menschen aus Autos nach Unfällen oder das Beseitigen von Sturmschäden. Zu Brandeinsätzen rückten die Einheiten 21 521 Mal aus (16 Prozent). Bei mehr als jedem fünften Einsatz (21 Prozent) rückte die Feuerwehr allerdings nach einem Fehlalarm auch unverrichteter Dinge wieder ab. «Die Zahl dieser Einsätze ist laut Statistik um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen», teilte das Ministerium mit.

Mit der Zahl der Einsätze nahm auch die Zahl der verletzten Kräfte zu: Bei den Berufsfeuerwehren erlitten 140 Männer und Frauen Verletzungen (2022: 100), bei den Freiwilligen Feuerwehren waren es nach Angaben der Unfallkasse Baden-Württemberg 1709 (1417). Es kam kein Feuerwehrangehöriger im Einsatz ums Leben, wie das Ministerium mitteilte.

In Baden-Württemberg engagieren sich nach Angaben des Innenministeriums auch Jahr für Jahr mehr Feuerwehrangehörige: Im vergangenen Jahr waren 115 440 von ihnen in den Gemeindefeuerwehren engagiert (2022: 114 861), die überaus meisten (112 751) von ihnen ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr. Die Zahl der Frauen nahm um sechs Prozent auf 8798 zu. Weiterhin interessiert zeigt sich auch der Nachwuchs: Das Ministerium zählte im vergangenen Jahr 37 662 Mitglieder der Jugendfeuerwehren im Südwesten nach 34 428 im Jahr zuvor.

 

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