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Gesperrte Rheintalbahnstrecke: Nach Chaos läuft der Ersatzverkehr besser

News Gesperrte Rheintalbahnstrecke: Nach Chaos läuft der Ersatzverkehr besser

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Zu wenig Busse und Missverständnisse bei Chaos am Montag, Besserung am Dienstag: Zum Start der Woche lief der Bus-Ersatzverkehr der Rheintalbahn holprig. Die Bahn entschuldigt sich – und kündigt weitere Maßnahmen an.

Nach teils chaotischen Zuständen zu Wochenbeginn hat sich die Lage beim Bus-Ersatzverkehr für die gesperrte Rheintalbahnstrecke am Dienstag zunächst verbessert. «Die Anzahl an Bussen war tatsächlich ausreichend», sagte ein Fahrgast bei einer Stichprobe vor Ort. «Bis jetzt war es angenehm», berichtete eine Schweizerin.

Am Tag zuvor sah das jedoch noch anders aus: Die Deutsche Bahn bat die Stadt Baden-Baden um Hilfe. «Die Lage dort war chaotisch», sagte Pressesprecher Joshua Treffert den «Badischen Neuesten Nachrichten». Unter anderem die Stadtwerke Baden-Baden stellten daraufhin zwei Busse für den Schienenersatzverkehr bereit.

Ebenso verbesserte der Baubetriebshof die angebrachte Beschilderung für den Ersatzverkehr. Diese hatte wohl zu leichten Missverständnissen geführt, sagte ein Pressesprecher der Feuerwehr Baden-Baden. Bei den hohen Temperaturen wurde den Fahrgästen zusätzlich Wasser zur Verfügung gestellt. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war im Einsatz.

Bahn entschuldigt sich bei Fahrgästen

«Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei unseren Fahrgästen, die gestern in Baden-Baden länger auf die Weiterfahrt mit einem Bus warten mussten», teilte die Deutsche Bahn mit. Gleichzeitig bedankte sich die Bahn bei DRK, Feuerwehr und der Stadt Baden-Baden für die kurzfristige Hilfe.

Es seien zahlreiche Maßnahmen getroffen worden, um die Situation zu verbessern. Demnach wurde die Zahl der Busse im Fernverkehr auf bis zu zehn pro Richtung erhöht. Außerdem wurde zusätzliches Personal eingestellt und die Wegeleitung verbessert, hieß es. Bei verspäteten Zügen sollen die Busse künftig warten, um den Anschluss für die Reisenden zu sichern, teilt die Bahn weiter mit.

Ebenso sei man weiterhin im engen Austausch mit der Stadt Baden-Baden, hieß es seitens der Deutschen Bahn. Gerade im regionalen Schienenersatzverkehr würde die Stadt weiter unterstützen. So waren am Dienstag erneut mindestens drei Busse der Stadtwerke im Einsatz, teilte eine Sprecherin mit. Dies soll je nach Bedarf auch in den nächsten Tagen bestehen bleiben.

Bauarbeiten bis Ende August

Die Rheintalbahnstrecke zwischen Baden-Baden und Rastatt ist seit vergangenem Freitag gesperrt. Bis zum 30. August finden auf der Strecke Bauarbeiten im Zuge des milliardenschweren Ausbaus der Rheintalbahn statt. Unter anderem soll das südliche Ende des Tunnels bei Rastatt an das Schienennetz angeschlossen werden. Zudem wird Bahn-Angaben zufolge an Weichen, Stellwerken und Signalanlagen gebaut.

Die Bahn empfiehlt Reisenden, die Reiseauskunft auf www.bahn.de zu nutzen und in der App DB Navigator nachzuschauen. Sie hat die Arbeiten absichtlich auf die pendlerarme Ferienzeit in Baden-Württemberg gelegt. «Die Alternative zur dreiwöchigen Sperrung wären rund 50 Einzelsperrungen gewesen, das heißt beispielsweise ein Jahr lang fast jedes Wochenende», hieß es.

 

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