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Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft: Reiche sollen Bildung mitfinanzieren

Nachrichten Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft: Reiche sollen Bildung mitfinanzieren

Quelle: Annette Riedl/dpa/Symbolbild
dpa

Die Reichen in der Gesellschaft müssen aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr beitragen, damit Bildung in Deutschland ausreichend finanziert werden kann.

«Ein geeignetes Instrument hierfür ist, hohe Erbschaften stärker zu besteuern», GEW-Chefin Maike Finnern der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» am Samstag. Wenn jemand eine gigantische Erbschaft mache, sei das für ihn ein Einkommen, das er nicht selbst erarbeitet habe. «Wer viel erbt, hat bessere Chancen als andere. Deshalb wäre es richtig, wenn der Staat hier – zugunsten einer größeren Chancengleichheit – mehr umverteilt», sagte Finnern.

Sie wolle nicht diejenigen belasten, die das kleine Einfamilienhaus der Eltern erbten, so die Gewerkschaftschefin. Es gehe um wirklich große Erbschaften. «Es sind gigantische Summen, die zwischen den Generationen weitergereicht werden», sagte Finnern. Ein bisschen davon in mehr Bildungsgerechtigkeit zu investieren, wäre nur fair.

«Als Gewerkschaft halten wir auch einen höheren Spitzensteuersatz für mehr Bildungsinvestitionen für richtig.» In den Schulen sei das Geld gut angelegt, jeder investierte Euro bringe – mit Blick auf die Zukunft des Landes – ein Mehrfaches an Rendite.

 

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