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Hitze treibt Pollenflug an – Hohe Belastung für Allergiker

Nachrichten Hitze treibt Pollenflug an – Hohe Belastung für Allergiker

Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
dpa

Sonne, Hitze, Pollen, das heißt: schwierige Tage für Allergiker. Eine Expertin erklärt, wo es kritisch wird und wie sich Betroffene schützen können.

Menschen, die auf Gräser allergisch reagieren, sollten in den kommenden Tagen genau abwägen, wie oft sie nach draußen gehen. Denn in Baden-Württemberg sind bis zu 32 Grad in Sicht. Ist es zudem trocken, dann fliegen wieder massig Pollen. Laut dem Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Südwesten bereits jetzt hoch belastet. Eine Expertin erklärt, worauf sich Allergiker einstellen sollten.

 

Es juckt in der Nase – Wieso und wo

Für Allergiker besonders kritisch sind laut dem DWD momentan die Gräser. Mit Blick auf den erwarteten Hochdruckeinfluss und im Großen und Ganzen Trockenheit drohe eine sehr hohe Belastung, sagt Carola Grundmann vom Zentrum für medizinisch-meteorologische Forschung in Freiburg. Doch sei das nicht überall im Land der Fall.

In Höhen wie der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald dauere es ein Weilchen länger, ehe die Pflanzen ausgewachsen sind und blühen. «Aber alles, was im Flachland ist oder unterhalb von etwa 800 Metern, da stehen die Gräser schon in der Vollblüte», sagt die Expertin. Wenn die Gräser im Tagesmittel 30 Pollen pro Kubikmeter Luft freisetzten, gelte das als hohe Pollenbelastung für Allergiker.

 

Was können Betroffene tun?

Allergiker sollten sich Medikamente versorgen beziehungsweise den Aufenthalt im Freien meiden, sagt Grundmann. Sie rät Betroffenen unter anderem dazu, eher erst abends herauszugehen, tagsüber die Fenster geschlossen zu halten und Medikamente rechtzeitig nachzukaufen beziehungsweise verschreiben zu lassen.

 

Der nächste Grund des Kribbelns wartet bereits

Wer stark reagiert, sollte bald auch Roggen im Blick behalten – besonders in der Nähe von Feldern. Denn auf die Gräser folgt der Roggen; und danach – etwa ab Juli – der Beifuß. «Der Roggen beginnt jetzt ganz, ganz langsam zu blühen. Wir haben schon die ersten Pollen beobachtet und gezählt. Roggen ist hoch allergen», sagt Grundmann. Das Kriterium für eine hohe Roggenbelastung liegt bei sechs Pollen pro Kubikmeter Luft.

Die Pollen des Roggens sind demnach sehr groß und sehr schwer. «Und das heißt, der kann gar nicht weit fliegen. Wenn ich in der Stadt wohne und das nächste Roggenfeld ist fünf Kilometer entfernt, dann ist die Gefahr geringer», erklärt Grundmann.

 

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