News aus Baden-Württemberg
Große Bereitschaft zur Weiterbildung in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg Große Bereitschaft zur Weiterbildung in Baden-Württemberg

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
dpa

Die Wirtschaft ist im Umbruch. Qualifizierungsanforderungen an die Beschäftigten ändern sich. Weiterbildung ist gefragter denn je.

Weiterbildung wird in Baden-Württemberg einer Studie zufolge stärker in Anspruch genommen als bundesweit. Im Jahr 2022 haben im Land 62 Prozent der Menschen zwischen 18 und 64 Jahren an mindestens einer Weiterbildung teilgenommen, die meist berufsbegleitend stattfindet, relativ kurz ist und nicht zu einem anerkannten Bildungsabschluss führt, wie das Arbeitsministerium in Stuttgart mitteilte. Deutschlandweit habe die Beteiligung bei 58 Prozent gelegen.

Arbeitsministerin Nicole-Hoffmeister Kraut (CDU) sagte, die Studie mache deutlich, dass gezielte Weiterbildung kontinuierlich an Bedeutung gewinne. Den größten Anteil der Aktivitäten machte im Jahr 2022 mit 76 Prozent die betriebliche Weiterbildung aus. Der Anteil der individuellen berufsbezogenen Bildungsmaßnahmen beträgt sechs Prozent, der nicht berufsbezogenen Maßnahmen 18 Prozent. Das Arbeitsministerium hatte die Studie «Weiterbildung in Baden-Württemberg 2022» in Auftrag gegeben.

Die CDU-Politikerin sagte weiter, die gestiegene Sensibilisierung sehe man auch daran, dass die Weiterbildungsquote im Land über die letzte Dekade um fünf Prozentpunkte und damit deutlich angestiegen sei. DGB-Landeschef Kai Burmeister sagte, in diesen Zeiten sei Weiterbildung das A und O für sichere Beschäftigung. Insgesamt sei man angesichts des Tempos des Wandels leider noch nicht auf dem nötigen Niveau, was Breite und Tiefe bei dem Thema angehe. «Wichtig ist auch, dass Weiterbildung nicht betrieblichen Sparprogrammen zum Opfer fallen.»

Un- und Angelernte verstärkt ansprechen

Die Teilnahme an entsprechenden Angeboten ist nach dem Ergebnis der Studie immer noch auch von der beruflichen Position abhängig: Die Quote bei der Gruppe der Un- und Angelernten betrug lediglich 53 Prozent. Diese Menschen sollen verstärkt auf entsprechende Chancen hingewiesen werden, die sich ihnen durch gezielte Angebote bieten. Eine positive Entwicklung zeige sich in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen, deren Weiterbildungsquote innerhalb von zehn Jahren um 17 Prozentpunkte stark angestiegen sei, teilte Hoffmeister-Kraut weiter mit. Die Quote der 55- bis 64-Jährigen liege damit in Baden-Württemberg ganze zwölf Prozentpunkte über der bundesweiten Quote. Eine Ursache für diese Entwicklung dürfte auch in der Erhöhung des Renteneintrittsalters und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit liegen.

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg, Oliver Barta, sagte, die Berufswelt und die Anforderungen an die Beschäftigten befänden sich im permanenten Wandel, der durch technologische Umbrüche im Zuge der Transformation enorm beschleunigt werde. «Die Anstrengungen beim Thema Weiterbildung müssen daher deutlich gesteigert werden. Denn Ausbildung endet heute nicht mehr mit Abschluss von Lehre oder Studium, stattdessen ist die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen gefragt.»

 

Weitere Nachrichten

Laut Verband: Mehr Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen

Maurer, Bäcker, Fleischerin: Das Handwerk lockt wieder mehr Nachwuchs. Welche Ausbildungsplätze haben 2025 besonders stark zugelegt?

140.000 Fahrzeuge pro Tag: Engelbergtunnel Richtung Karlsruhe nun einspurig befahrbar

Für die staugeplagten Orte rund um den wochenlang gesperrten Engelbergtunnel gibt es eine erste Entlastung: Der Verkehr auf der A81 läuft vorerst wieder auf einer Spur.

Nach dem Unglück in der Schweiz: Wie sicher sind eigentlich Seilbahnen?

Einen Tag nach dem Seilbahn-Unglück in der Schweiz ist die genaue Ursache unbekannt. Klar ist aber: Die Vorschriften sind sehr streng und solche Unglücke kommen nur selten vor.

Regierungsbildung in BW: Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU deuten sich an

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist nur eine Koalition zwischen Grünen und CDU realistisch. Bislang schweigen sich beide Parteien weiter aus. Nun scheint es Bewegung zu geben.

Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist und wann Bußgelder drohen

Im Frühling lockt Bärlauch viele Sammler in die Natur. Wer aber zu gierig pflückt oder an den falschen Stellen zugreift, riskiert nicht nur Ärger mit der Natur, sondern auch ein saftiges Bußgeld.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.