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Gründerbranche: Stimmung bei Start-ups auf niedrigstem Wert seit Corona

Nachrichten Gründerbranche: Stimmung bei Start-ups auf niedrigstem Wert seit Corona

Quelle: Oliver Berg/dpa
dpa

Die Wirtschaftskrise belastet die Gründerbranche schwer. Die Stimmung dort ist so schlecht wie seit 2020 nicht. Trotzdem glauben viele Start-ups an Besserung. Manchen gelingt ein steiler Aufstieg.

Die Stimmung unter deutschen Start-ups ist auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Krise 2020 gefallen. Die stagnierende Wirtschaft erschwere Geschäfte in der Branche, während etablierte Firmen weniger in Innovationen investierten, heißt es in einer neuen Studie des Startup-Verbands. «Ähnlich wie im ersten Jahr der Pandemie leiden Start-ups unter Unsicherheiten und der damit verbundenen Zurückhaltung am Markt.»

Das Geschäftsklima unter Start-ups sank von 39 Punkten 2024 auf zuletzt 31,7 Zähler und damit auf ein vergleichbares Niveau wie 2020. Das Geschäftsklima wird wie der bekannte Ifo-Index berechnet, bestehend aus einer Bewertung der aktuellen Lage und der Aussichten.

Lage mau, Zuversicht größer

Fast die Hälfte der Befragten bewertet demnach ihre Lage lediglich als befriedigend, weitere 15 Prozent finden sie schlecht und nur 35 Prozent gut. Bei den Aussichten überwiegt dagegen die Zuversicht. Gut die Hälfte (52 Prozent) rechnet binnen sechs Monaten mit besseren Geschäften, so der Verband. Grundlage der Studie ist der Deutsche Startup Monitor, für den zwischen Juni und August 1.846 Firmen befragt wurden.

«Auch wenn die wirtschaftlichen Unsicherheiten den Druck auf junge Unternehmen erhöhen, bleibt das Vertrauen in die eigene Innovationskraft und die langfristigen Wachstumsperspektiven groß», sagt Verena Pausder, Vorsitzende des Startup-Verbands.

Zwar habe sich der Zugang zu Geld von Investoren zuletzt etwas gebessert, doch Deutschland liege im globalen Vergleich zurück, so der Verband. Seit Anfang 2023 sei in den USA gemessen an der Wirtschaftskraft rund viermal so viel in Start-ups investiert worden wie hierzulande. In Großbritannien sei es das Dreifache und in Frankreich das Eineinhalbfache. Der Verband fordert eine entschlossene Politik der Bundesregierung für Start-ups.

Mehr Milliarden-Start-ups

Ungeachtet von Geldsorgen in der Gründerbranche gelingt einigen wenigen Start-ups der Aufstieg zu einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro. Der Zahl solcher Firmen («Einhörner») sei auf 31 gestiegen, auch dank des Booms um Künstliche Intelligenz.

Noch 2019 gab es dem Verband zufolge erst 11 Start-ups mit Milliardenbewertung, 2024 waren es 28. Zu den wertvollsten deutschen Start-ups zählen der KI-Übersetzungsdienst DeepL, der Neobroker Trade Republic und die Rüstungsfirma Helsing.

 

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